»Mehr Werbung machen«

Stadtradeln: Auswertung der Schongauer und Peitinger Ergebnisse

Bürgermeister Falk Sluyterman, Geschäftsleiterin Bettina Schade sowie Verwaltungsmitarbeiter und Ansprechpartner Alexander Erhard (v. links) beteiligten sich an der Schongauer Premiere bei der Aktion Stadtradeln.
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Bürgermeister Falk Sluyterman, Geschäftsleiterin Bettina Schade sowie Verwaltungsmitarbeiter und Ansprechpartner Alexander Erhard (v. links) beteiligten sich an der Schongauer Premiere bei der Aktion Stadtradeln.

Schongau/Peiting – Seine Premiere hat Schongau in diesem Jahr bei der Aktion Stadtradeln gegeben. Nachbar Peiting nahm zum zweiten Mal teil. Nun stehen die Ergebnisse fest.

Auf 260.456 Kilometer waren die 1.710 Teilnehmer im Landkreis während des Zeitraums 3. bis 23. Oktober gekommen. 37 Radler und 7.238 Kilometer steuerte Schongau bei. „Dafür, dass wir ein Newcomer sind“, fasst der im Rathaus fürs Stadtradeln zuständige Alexander Erhard zusammen, „ist das ganz okay – man kann zufrieden sein.“ Wenn es darum geht, das Auto stehen zu lassen, zähle jeder Kilometer.

Die Teilnahme an sich habe super geklappt. „Wir haben jetzt gesehen, wie es funktioniert.“ Verbessern lasse sich immer etwas – im Falle einer wahrscheinlichen Teilnahme 2021 sei man schlauer. Noch mehr Teams aus Schulen und Unternehmen zu gewinnen, das hat sich Erhard vorgenommen. Auf sieben Teams kam man 2020, allein das Team Veloass (acht Teilnehmer; 3.879 Kilometer) und das Rathaus (zwölf; 881) stellten 20 der 37 Teilnehmer.

„Ich bin mir sicher, dass zu einem anderen Zeitpunkt mehr Schongauer teilgenommen hätten“, verweist Erhard darauf, dass die Teilnahme bedingt durch Corona vom Sommer in den Oktober rutschte. Dem pflichtet auch Theda Smith-Eberle aus dem Peitinger Rathaus bei.

Rührten die Werbetrommel fürs Stadtradeln 2020: Theda Smith Eberle und Bürgermeister Peter Ostenrieder.

Bei ihrer zweiten Teilnahme kam die Marktgemeinde auf 20.825 Kilometer; 2019 waren es 43.200 und gut doppelt so viele gewesen. Die Teilnehmerzahl sank um 32 auf 258. Wenn mehr Berufstätige im Homeoffice statt im Büro arbeiten, entfallen Pendlerwege, schätzt sie ein. In den Vereinen haben derzeit andere Themen Vorrang. Versammlungen, auf denen sich Stadtradler motivieren lassen, entfallen.

„Wir befinden uns in eigenartigen Zeiten und das hat sich auf die Zahlen niedergeschlagen.“ Angesichts dessen und des Zeitpunkts seien diese dennoch ein „richtig toller Erfolg“, findet Smith-Eberle. Landkreisweit lagen Weilheim (555; 91.341), Penzberg (278; 43.354) und knapp Peißenberg (172; 28.180) vor Peiting. „Immerhin Schongau geschlagen.“

„Schon sehr viel Luft nach oben“ sieht sie bei den gerade einmal zwei Gemeinderatsmitgliedern, die teilnahmen. „Das ist bissl mau.“ Letztes Jahr boten sich noch bekannte Gesichter als sogenannte VIPs an, die im Aktionszeitraum komplett aufs Auto verzichten. Diesmal herrschte diesbezüglich Fehlanzeige.

„Das hat schon Signalwirkung, wenn das jemand aus dem Stadtrat macht oder vielleicht sogar der ganze Stadtrat am Stadtradeln teilnimmt“, findet auch Erhard. Denn Schongau kam ebenfalls nur auf vier Parlamentarier, auf einen VIP musste man verzichten. Auch hier gelte es, 2021 „Werbung zu machen.“

Bevor sie das nächste Stadtradeln ins Auge fasst, will Smith-Eberle das zurückliegende aber noch abschließen. Die 201 teilnehmenden Mittelschüler sollen jeweils eine Urkunde erhalten. Außerdem ist ein Dankeschön für die fleißigsten Radler geplant. In welcher Form, das ist noch unklar.

Rasso Schorer

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