Die Kunst der kleinen Schritte

Kleine Verbesserungen am Schongauer Bahnhof

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Die Güterhalle soll durch Parkplätze ersetzt werden.

Schongau – Bis der Schongauer Bahnhof derart aufgewertet ist, wie es der Stadtrat und auch die Bürger sich seit Jahren wünschen, ist der Weg noch weit. Doch nun kommt zumindest etwas Bewegung in die Angelegenheit: Zusätzliche Parkplätze und neue Fahrrad-Abstellmöglichkeiten sollen für etwas Glanz im maroden Umfeld sorgen.

Dass das Bahnhofsareal nicht gerade die Schokoladenseite Schongaus ist, haben die Stadt­oberen längst erkannt. Schon 2008 wurde ein Bebauungsplan auf den Weg gebracht, 2014 ein aktualisierter Entwurf vorgestellt. Doch weil die Deutsche Bahn und ihre Ableger – wie Bürgermeister Falk Sluyterman immer wieder darstellt – keine ganz einfachen Verhandlungspartner sind, zieht sich die Umsetzung in die Länge. Unter anderem deshalb, da die Verlängerung der Bahnlinie bis zum Krankenhaus noch in der Schwebe sei.

Weil der Stadt der Zugriff auf einzelne Grundstücksfragmente gelungen ist, winken nun immerhin Teil­erfolge. Einstimmig sprach sich der Stadtrat vergangenen Dienstag für ein mehrere Punkte umfassendes Maßnahmenpaket aus.

Bei der bestehenden Laderampe im nördlichen Teil des Areals, die bisher ans Autohaus Hintermeyer verpachtet war, sollen temporäre Parkplätze entstehen. Das ließe sich mit unter 10.000 Euro bewerkstelligen, glaubt Sebastian Dietrich. Auch für Groß-Ereignisse wie den Schongauer Sommer wäre das ein echter Gewinn, so der Stadtbaumeister. Im Bereich der erworbenen Güterhalle im südlichen Teil der Fläche könnten rund 15 Stellplätze dazukommen.

Den Radlern etwas Gutes tun will der Stadtrat im Süden und Norden des Bahnhofgebäudes: An ersterem Standort findet sich bereits eine Bike & Ride-Anlage, die aber dringend zu ersetzen sei. Eine ganz neue ist an zweiterer Stelle Wille des Gremiums.

Als „gute und sinnvolle Maßnahmen“ bezeichnete Michael Eberle (CSU) die Entwicklung, sei gerade das südliche Bahnhofsareal doch „sehr stark heruntergekommen“. Wunsch seiner Fraktion sei aber ferner, die Bahnhofstraße für den Radverkehr zu ertüchtigen. Die Aussicht darauf bezeichnete Dietrich als gering. Die Gemengelage sei schwierig, Staatliches Bauamt und Bahn involviert.

Weitere Wünsche der Stadträte, unter anderem eine Unterführung zwischen Alt- und Lechvorstadt (Friedrich Zeller, SPD) sowie eine zusätzliche Querungshilfe für Schüler und Plantsch-Besucher (Martin Schwarz, SPD), trage man mit geringen Erfolgs-Perspektiven an die Bahn heran, versprachen Dietrich und Bürgermeister Falk Sluyterman.

„Wenn wir mit der Bahnhofsaufwertung weiter auf die DB warten, warten wir ewig“, fasste Zeller zusammen. Immerhin: Die städtische „Marschroute“ stimme. Im nächsten Schritt wird die Stadtverwaltung sich nach Planungsbüros umsehen.

ras

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