Neuer Entwurf für Schwanenweiher-Gelände

Ein Metall-Schwan, der Wasser spendet

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Der wasserspendende Metall-Schwan fand am meisten Zustimmung bei den Stadträten.

Schongau – Langsam, aber sicher nähert sich das Schwanenweiher-Gelände in Schongau seinem endgültigen Aussehen – zumindest in der Theorie. Am Dienstag einigte sich der Stadtrat auf die finale Version der Aufenthaltsfläche. Ein Metallvogel steht im Zentrum. 

Noch wirkt die Kiesfläche am ehemaligen Schwanenweiher eher trostlos denn einladend. Zwar hatte Architekt Peter Kern bereits im Mai 2012 dem Stadtrat einen Entwurf für eine tropfenförmige Holzterrasse vorgestellt, doch passiert ist seitdem nichts. Der Grund: Damals vermissten die Räte das Element Wasser in der Planung. Am Dienstag präsentierte Kern nun drei mögliche neue Varianten, die genau das berücksichtigten.Am Ende machte ein Schwan das Rennen. 

Bereits im November hatte der Architekt seine Entwürfe im Stadtbauamt vorgestellt. Doch erst jetzt bekamen sie auch die Stadträte zu Gesicht. Gleich die erste Variante, die Kern am Dienstag an die Wand des Sitzungssaals warf, traf auf breite Zustimmung im Gremium. 

Statt des mannsgroßen Monoliths, der in der ursprünglichen Planung im Mittelpunkt stand, sah sie ein flaches, schmales, in die Holzplattform eingelassenes Wasserbecken vor. Gespeist werden sollte es von einem metallenen Schwan. Durch Auslassdüsen am Rücken der 1,8 Meter hohen Konstruktion entstehe ein feiner Schleier, erläuterte Kern. „Gerade für Kinder ist das Wasserspiel so gut erlebbar.“ Ansonsten bleibe alles beim Alten, fügte der Architekt hinzu. 

Der zweite Entwurf verfügte ebenfalls über ein Wasserbecken, das jedoch als schiefe Ebene angelegt war, also auf einer Seite herausragte. Durch seine Form sei es eher unscheinbar und schlicht, erläuterte Kern. Deutlicher in den Vordergrund drängte sich dagegen wieder die dritte Variante, die mit einem hüfthohen Stein aufwartete, in den ein Becken eingearbeitet war. Über eine niedrige Kante sollte das Wasser am Stein hinab in ein Auffangbecken fließen. Besucher könnten hier ganz nach Kneipp Fuß- und Armbäder nehmen, erklärte Kern. 

Laut Stadtbaumeister Ulrich Knecht, der selbst Variante eins präferierte, belaufen sich die Kosten für den ersten Entwurf auf rund 38000 Euro, für den zweiten und dritten müsste die Stadt 34000 respektive 35000 Euro in die Hand nehmen. Hinzu kämen die Kosten für den Wasseranschluss, der hinter der Stadtmauer erfolgen müsste, fügte er hinzu. Wegfallen würde dagegen der 17000 Euro teure Monolith. Die Gesamtkosten bezifferte Knecht auf 85000 Euro plus Honorar. Immerhin 60 Prozent werde zudem durch die Regierung von Oberbayern gefördert. „Denen gefällt die Variante mit Schwan am besten.“ 

Das sah auch die Mehrheit der Stadträte so. Peter Blüml lobte, dass der Schwan stilistisch zum Gelände passe. Sorgen bereitete dem CSU-Stadtrat allerdings die mögliche Vandalismusanfälligkeit des Metallvogels. Diese konnte Kern allerdings zerstreuen. „Da kann man sich sogar dranhängen, dass muss es aushalten.“ 

Cornelia Funke (CSU) erinnerte an die Abmachung mit der Kolpings-Familie, dass in den Monolith Sprüche von Adolph Kolping eingraviert werden sollten. Diese könne man stattdessen auf Metallbändern in die Holzterrasse einarbeiten, versprach der Architekt. 

 Nur Helmut Hunger (CSU) und Marianne Porsche-Rohrer (CSU) favorisierten die anderen beiden Varianten, während Bettina Buresch (ALS) und Peter Huber (SPD) gleich die komplette Planung ablehnten und die Gestaltung des Areals als „völlig misslungen“ und „charmelos“ geißelten. 

Letztendlich jedoch entschied sich das Gremium gegen fünf Stimmen für die erste Variante. Bis zur Umsetzung dürfte es freilich noch eine Weile dauern. Erst im September soll laut Knecht die endgültige Planung vorliegen.

Christoph Peters

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