Auch im Winter zu

Stadtrat lehnt saisonale Öffnung der Schongauer Fußgängerzone für Autos ab – vorerst

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Der Marienplatz bleibt auch über den Winter für Autos gesperrt. Die Stadtverwaltung will aber mehr Informationen zu einer saisonalen Öffnung zusammentragen.

Schongau – Eine Öffnung der Fußgängerzone in den Wintermonaten, wie es die Werbegemeinschaft jetzt beantragt hat, wird es zumindest diesen Winter nicht geben. Das hat der Stadtrat am Dienstag beschlossen. Grundsätzlich will man sich aber mit der Idee beschäftigen und Informationen über eine saisonale Öffnung sammeln.

Bereits im Zuge der dreimonatigen Lechberg-Sanierung im vergangenen Jahr hatten Geschäftsinhaber rund um den Marienplatz einen Antrag auf eine Öffnung der Fußgängerzone für Autos gestellt. Mit großer Mehrheit lehnte das Gremium den Antrag ab: „Das wäre der Anfang vom Ende“, so die klaren Worte von Bürgermeister Falk Sluyterman damals.

Ein Antrag der Werbegemeinschaft Altstadt Schongau erreichte nun Anfang Oktober die Stadtverwaltung. Darin bittet der Vorstand um die westseitige Öffnung des Marienplatzes für den Autoverkehr im Winterhalbjahr 2019/2020 – vom 1. November bis 31. März – sowie eine Kurzzeitparkzone in diesem Bereich. „Aufgrund der derzeitigen Baustellen und Leerstände hoffen wir, dass diese Maßnahme zu einer höheren Kundenfrequenz auf dem Marienplatz – gerade in der ‚kalten Jahreszeit‘ – führen wird“, begründete die Werbegemeinschaft ihren Antrag. Vorgesehen war eigentlich, einem Mitglied der Werbegemeinschaft in der Sitzung des Stadtrates die Gelegenheit zu geben, den Antrag weiter zu begründen. Dazu kam es aber dann nicht.

„Wir haben vorberaten und beschlossen uns inhaltlich damit nicht zu beschäftigen“, führte der Rathauschef aus. Diesen Entschluss begründete er mit dem zeitlichen Umstand. Schließlich müsste zuvor eine Verkehrsschau stattfinden, ebenso müssten Schilder bestellt werden, was rund einen Monat dauern kann. In der Zwischenzeit ist außerdem noch Weihnachtsmarkt auf dem Marienplatz. „Der Antrag kommt verspätet“, so das Stadt­oberhaupt.

Aus diesen Gründen könne eine Öffnung für den anstehenden Winter noch nicht umgesetzt werden. Allerdings nehme er die Sorgen und Bedenken ernst, versicherte Sluyterman. Und auch das Gremium habe entschieden, dass die Verwaltung Informationen zu einer solch saisonalen Öffnung sammeln und Grundlagen erarbeiten soll. „Entscheiden wird dann der künftige Stadtrat“, schloss Sluyterman. Womöglich könne dann von Oktober bis März 2020/2021 die Fußgängerzone geöffnet werden. Mit einer Gegenstimme folgte der Stadtrat dem Vorschlag.

Baustellen-Ende

Etwas Linderung der Situation für die Baustellen-geplagten Geschäftsinhaber verspricht sich Sluyterman durch die baldige Fertigstellung der sogenannten Schrimpf-Häuser im Frühjahr. Zwei Ankermieter seien hier zudem gefunden: eine Eisdiele sowie ein Geschäft für Möbel und Accessoires. Die Wohnungen seien überdies auch bereits alle verkauft, wie ihm Gerd Böckle von der ICB Immobilien Consulting GmbH mitgeteilt habe. 

asn

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