Ein Plan für die Energie

Stadtrat will Energienutzungsplan für Schongau aufstellen

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Auch das Ausbaupotenzial an erneuerbaren Energien soll bei der Erstellung des Energienutzungsplanes untersucht werden.

Schongau – Unter anderem das anstehende Verbot von Ölheizungen, aber auch ein Vortrag von Stadtförster Klaus Thien über das Eschensterben (wir berichteten) waren der Auslöser für die UWV-Stadtratsfraktion einen Antrag auf ein Energie- und Klima-Konzept zu stellen, erklärte deren Vorsitzender Stephan Hild in der jüngsten Sitzung. Das Gremium gab einstimmig grünes Licht für die Aufstellung eines kommunalen Energienutzungsplanes. Eine Förderung dafür ist zu erwarten.

In Schongau habe man gute Voraussetzungen, meinte Hild. Er wünsche sich daher ein Konzept, welches verschiedene Punkte umfasst. Dazu gehört neben dem Verbot von Ölheizungen ab 2026, beispielsweise auch die Möglichkeit der energetischen Nutzung des Holzes aus unseren Wäldern. Außerdem möchte Hild den Bau eines eigenen Biomasse Heizkraftwerks und dessen Einbindung ins Fernwärmenetz ebenso berücksichtigt wissen, wie Alternativen zur Verlängerung der Konzessionsverträge der Strom- und Erdgasnetze im Stadtgebiet. Weitere geforderte Punkte sind: Erweiterung des Fernwärmenetzes auf bisher nicht versorgte Gebiete und gegebenenfalls auch Nachbarorte, die Möglichkeit zur Einbeziehung weiterer regenerativer Energiequellen und die Einbindung bereits vorhandener Infrastrukturen in das energetische Konzept.

Stadtbaumeister Sebastian Dietrich schlug in der Stadtratssitzung die Aufstellung eines Energienutzungsplanes als geeignetes Instrument vor. Dieser bilde die Klammer um alle in der Gemeinde relevanten Themen und stelle sicher, dass diese in einer systematischen Form angegangen werden, so Dietrich weiter. Für einen solchen Plan werde zunächst die energetische Ausgangssituation erfasst. Im Anschluss gehe es darum, Potenziale zur Energieeinsparung und -effizienssteigerung zu ermitteln und das Ausbaupotenzial an erneuerbaren Energien vor Ort zu untersuchen. Es folge die Aufstellung eines Maßnahmenkatalogs sowie die Beteiligung aller relevanten lokalen Akteure und die Entwicklung einer zukünftigen Strategie für die Gemeinde. Eine solcher Plan erhalte zudem eine Förderung von 70 Prozent, wenn man mindestens drei Angebote von geeigneten Fachbüros einhole, so der Stadtbaumeister.

Friedrich Zeller (SPD) sah darin „den richtigen Schritt zum richtigen Zeitpunkt“. Er halte die Aufstellung des Planes für eine wichtige Aufgabe für die kommende Amtsperiode. Viele Bürger bewege das Verbot von Ölheizungen, weiß Bettina Buresch (ALS/Grüne). „Da müssen wir uns jetzt dran machen“, sagte sie. 

Astrid Neumann

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