Starkbier-Abend im Barnsteiner's

Leichte Kost zum Gerstensaft

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Ganz schön in Schräglage: Werner Schleich sorgte beim Starkbier-Abend für zahlreiche Lacher.

Peiting – Zum süffigen Stark-bier kredenzten Köche und Servicekräfte erst ein kräftiges Rindssupperl mit Käsknödel. Danach gab’s Deftiges: zweierlei Spanferkel, gegrillt und gesurt, mit Kartoffel- und Krautsalat. Später wurde zum Nachtisch im Eisbecher eine süße Mischung aus Bockbier-Tiramisu und Zwetschkenröster gereicht. Vorher, zwischen Suppe und Hauptgang und zum Schluss des Peitinger Starkbierabends im „Barnsteiner’s“ wurde bei einer Mischung aus Comedy und Kabarett, Pantomime und Musik leichte Kost serviert.

130 Gäste sind zu diesem ers-ten Starkbierabend gekommen; der zweite folgt am heutigen Samstag und ist schon ausverkauft. Doch das Publikum nahm die Theater-kost verhalten auf, spendete nur mäßig Beifall. Es mochte nicht so recht Stimmung aufkommen, obwohl der Saal beim „Barnsteiner’s“ voll war. 

Das Konzept der leidenschaftlichen, talentierten und quirligen Theaterspielerin Alexandra Stiglmeier (45), die sich mit der Vorbereitung ebenso wie die Gastronomie viel Mü-he gemacht hatte, war ein „Menü“ aus Wortspielereien, heiteren Einlagen, Alltagsgeschichten und magischen Verwandlungen. Der Mix ist mit Bedacht gewählt. Politikerderblecken gibt’s schließlich zur Starkbierzeit vielerorts. Wie etwa in Schongau oder in Peißenberg.

Braumeister Manuel Rössle ging beim Starkbierabend durch die Reihen. Er fragte in bester Gastgebermanier nach, wie das Starkbier mit dem Namen „666-er“ mit 6,5 Prozent Alkohol und einer Stammwürze von 16,5 Prozent denn den Gästen schmeckt. Recht unterschiedlich hingegen war die Würze in den Beiträgen an diesem Abend ausgeprägt.

Den meisten Beifall gab’s für die Pantomime mit Werner Schleich aus Denklingen, der schon mit den Grimassen beim Einzug, erst recht aber als Sänger in Schräglage, in der Nana Mouskouri-Imitation oder in der Zugabe beim Babysitter-Boogie die Lacher auf seiner Seite hatte. 

Würze hatten die dichten Dialoge von Conny Götzl (Altenstadt) und Alexandra Stiglmeier (Peiting), die mit viel theatralischer Gestik unterlegt waren, ob im Dirndl-Zwiegespräch oder im Putzfrauen-Aufzug. Hingegen sind Einlagen wie mit den zwei Wachpersonen vom Buckingham-Palast oder das Hütchenspiel zu Beginn lau, bisweilen langatmig rübergekommen. 

Maria Schweiger (Epfach) trug reichlich nette G’schichtln vor – wie zum Beispiel den Ver-wechslungseffekt zwischen Mann und Bulldog beim The-ma Oldtimer. Die Eggbichl-musi mit Sigi Barnsteiner und den Brüdern Martin und Chris-tian Schelle spielte flott auf in der Besetzung mit zwei Ziach und Bariton. 

Fazit: Das Essen war deftig, der Trunk war süffig, ein Großteil der Einlagen durchaus sehens- und hörenswert, die Musik schneidig. Aber eine heimelige Atmosphäre wollte – leider – nicht aufkommen.

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