Stadt Schongau fasst Grundsatzbeschluss

Starkes Signal pro Eisstadion

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Sorgenkind: das sanierungsbedürftige Eisstadion.

Schongau – Wer kümmert sich künftig um das sanierungsbedürftige Schongauer Eisstadion? Diese Frage beschäftigt die Stadt und den TSV Schongau seit längerem. Denn im März 2018 läuft der Erbpachtvertrag zwischen beiden Parteien aus. Vor der Delegiertenversammlung des Vereins Ende Juni hat der Stadtrat am Dienstag jetzt eine wichtige Entscheidung getroffen.

Die Rollen sind derzeit klar verteilt. Der TSV ist Eigentümer des Eisstadions und als solcher für den Betrieb verantwortlich. Die Stadt, der das Grundstück gehört, unterstützt die Arbeit des Vereins, indem sie jährlich 65.000 Euro zuschießt. Eine Lösung, die freilich nur funktioniert, weil die Eislaufabteilung Verwaltung und Betrieb des Stadions ehrenamtlich stemmt. Auf 5 000 Arbeitsstunden summiere sich der Einsatz der unbezahlten Helfer pro Jahr, sagte TSV-Vorsitzender Ralf Konstantin, der am Dienstag gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Anschi Haberstock erschienen war, um den Stadträten die aktuelle Lage aus Sicht des Vereins zu schildern. Und schlussfolgerte: „Ohne Ehrenamt kein Eisstadion.“

Tatsächlich dürfte es für die Stadt deutlich teurer werden, sollte sie ab März 2018 den Betrieb des Gebäudes übernehmen und mit bezahltem Personal für den Unterhalt sorgen müssen. Das wäre der Fall, sollten sich die Delegierten des TSV auf ihrer Versammlung am 26. Juni gegen eine Verlängerung des Erbpachtvertrags entscheiden. Das Eisstadion würde dann zurück an die Stadt fallen – mit allen finanziellen Konsequenzen. Kein Wunder, dass Bürgermeister Falk Sluyterman betonte, man wolle am „bewährten Modell“ festhalten. Zumal nur Aussicht auf eine 30-prozentige Förderung der anstehenden Umbau- und Neubaumaßnahmen durch den Bayerischen-Landes-Sportverband (BLSV) bestünde, wenn das Stadion in privater Trägerschaft verbleibe.

Doch Konstantin machte klar, dass daran nur mit weiterer Unterstützung durch die Stadt zu denken sei. Die bislang ausgezahlte Summe reiche nicht aus, um das jährliche Betriebsdefizit der EAS zu decken. Es fehle an Mitteln, um anstehende Sanierungsmaßnahmen zu stemmen. Ganz zu schweigen vom mittelfristig nötigen Neubau des maroden Umkleide- und Techniktrakts. „Der Hauptverein kann das nicht leisten.“

Das sahen auch die Stadträte so und fassten einen Grundsatzbeschluss als deutliches Signal an die TSV-Delegierten. Falls diese eine Verlängerung des Erbpachtvertrags um zehn Jahre zustimmten, werde die Stadt ihrerseits den jährlichen Zuschuss von 65.000 Euro entsprechend notwendiger Ausgaben erhöhen und sich mit einem Zuschuss an Investitionsmaßnahmen beteiligen. Am 26. Juni wird sich zeigen, ob diese Willenserklärung reicht, um die Zukunft des Schongauer Eisstadions langfristig zu sichern.

Christoph Peters

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