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Stellplätze für Lkw bei der UPM-Zufahrt 

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Von: Astrid Neumann

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Zufahrt UPM Lkw
Die Zufahrt zum UPM-Werksgelände soll neu gestaltet werden. Hier könnten auch Stellplätze für bis zu zehn Lkw entstehen. © Neumann

Schongau – Die Peitinger Straße soll im nächsten Jahr saniert werden. Das betrifft auch die Zufahrt zur Firma UPM. Hier sollen jetzt auch die Voraussetzungen für Lkw-Stellplätze geschaffen werden. Doch an dem Standort hatten einige Stadträte auch ihre Zweifel.

Die Einfahrt zum Betriebsgelände von UPM soll im Zuge der Sanierungsmaßnahme neu gestaltet werden. Sie soll um rund 100 Meter Richtung Osten verschoben und zwei Abbiegespuren gebaut werden. Dort sollen dann auch Lkw-Stellplätze entstehen, wie Stadtbaumeister Sebastian Dietrich dem Gremium erklärte. Ein Bebauungsplan muss aufgestellt, der Flächennutzungsplan geändert werden. Auf Nachfrage von Ilona Böse (SPD), für wie viele Lkw Stellflächen geschaffen werden sollen, antwortete Dietrich, dass Platz für etwa zehn Lastwagen vorhanden sei.

Er tue sich schwer, da heute zuzustimmen, so Alexander Majaru (SPD). „Baugrund wird in einen Parkplatz für Lkw umgewandelt“, so Majaru weiter. Zudem habe er dazu noch kein Konzept gesehen. Zunächst gehe es nur um die Änderung des Flächennutzungsplans, so Dietrich. Die weiteren Planungen gehen dann in den Bau- und Umweltausschuss. Dietrich sieht in der Angelegenheit aber eine „Win-win-Situation“: „Die Stadt braucht Flächen und wir können das Problem Lkw-Parkplatz lösen.“

UPM-Zufahrt: Lkw-Plätze „sind wichtig“

Solche Lkw-Plätze seien wichtig, aber auch umstritten, äußerte Friedrich Zeller (SPD) seine Bedenken. Vor allem müsse geklärt werden, wer den Parkplatz betreibt. „Wer kümmert sich um die Müllentsorgung und um die Toilette?“ Grundstückseigentümer sei die Firma UPM, verdeutlichte Dietrich, „das ist eine Frage von Verträgen“.

Gut fand die Lösung Hans Rehbehn (CSU). Er gab zu bedenken, dass dann wohl auch ein Schallschutz für die Anwohner der Peitinger Straße nötig werde. Gerade wenn es kalt ist, würden viele Lkw-Fahrer die Motoren laufen lassen. Ein Schallschutz sei nicht nur für die Anwohner wichtig, sondern auch andersherum für die Lkw-Fahrer, die dann ja direkt neben der Peitinger Straße stehen würden, warf Bürgermeister Falk Sluyterman ein. Generell herrsche da auch gestalterisch ein gewisser Anspruch, so der Stadtbaumeister. Immerhin handelt es sich hier um eine Einfahrt in die Stadt.

Der Stadtrat stimmte der Aufstellung des Bebauungsplans sowie der Änderung des Flächennutzungsplans jeweils mit zwei Gegenstimmen zu.

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