Bromöldruck von Paul Bromberger

»Stilles Kloster« nun im Heimatort Rottenbuch

Eva Bromberger, Tochter des Schongauer Fotografenmeisters Paul Bromberger, übergibt den Bromöldruck an Bürgermeister Markus Bader. Dabei Martin Strobl, der mit seiner Hartnäckigkeit die Übergabe erreichte.
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Eva Bromberger, Tochter des Schongauer Fotografenmeisters Paul Bromberger, übergibt den Bromöldruck an Bürgermeister Markus Bader. Dabei Martin Strobl, der mit seiner Hartnäckigkeit die Übergabe erreichte.

Schongau/Rottenbuch – Wie heißt es doch in dem bekannten Sprichwort so schön : „Steter Tropfen höhlt den Stein.“ Diese Worte muss sich Martin Strobl auf die Fahne geschrieben haben, um in einer ganz besonderen Angelegenheit zum Zuge zu kommen. Der Ortsarchivar hat dabei nicht an sich, sondern an seine Gemeinde Rottenbuch gedacht. Das Ergebnis seiner Hartnäckigkeit: Ein wunderbarer Bromöldruck des Schongauer Fotografen Meisters Paul Bromberger wurde jetzt als Schenkung an die Gemeinde übergeben.

Die Geschichte der Reihe nach. Im Jahre 2016 besuchte Martin Strobl die Ausstellung über Paul Bromberger im Museum in Schongau. Klar, dass dem Archivar sofort das Bild in schwarz-weiß gehaltenen Tönen auffällt. Rottenbuch unverwechselbar. Datiert auf 1920 wurde damals die Ansicht im Hochformat von Paul Bromberger „Stilles Kloster“ genannt. Gerahmt in dunklem Holz, verfeinert durch ein Passepartout. Dieses nicht glatt geschnitten, sondern fachmännisch gerissen. Ein rundum abgestimmtes Kunstwerk.

Wie Eva Bromberger, die Tochter des Fotografenmeisters zu erklären weiß, ist diese Technik der Herstellung einfach ausgedrückt kein Druckverfahren im herkömmlichen Sinn, sondern ein fotografisches Positivkopierverfahren. Zur damaligen Zeit bedeutete dies Schwerstarbeit für Könner und Meister in der Dunkelkammer. Und so einer war ja schließlich Paul Bromberger.

„Dieses Bild kann man doch nicht in Schongau lassen“, ist der Gedanke von Martin Strobl. Dieser lässt ihn eben nicht mehr los. Also bekniet er Eva Bromberger immer wieder, der Gemeinde Rottenbuch das Bild zu überlassen. „Seit dieser Zeit hat er mich immer und immerzu belabert“, formuliert es Eva Bromberger. Strobl ergänzt mit „bin ihr immer wieder auf´d Nerven gegangen.“ Wie gesagt, steter Tropfen höhlt den Stein.

Eva Bromberger macht Nägel mit Köpfen. Sie will das gute Stück handwerklicher Kunst ihres Vaters am richtigen Platz wissen. Also beschließt sie, dieses Werk dem Bürgermeister von Rottenbuch für die Gemeinde zu übergeben. Markus Bader nimmt dieses Geschenk „mit Handkuss“ an. „Ich bin dankbar, dass wir so ein tolles Werk überlassen bekommen.“ Wie er weiter ausführt, gibt es ja von Rottenbuch jede Menge Postkarten. Aber dieses hochwertige Bild ist schon ein ganz besonderes Stück. Für Bader ist vor allem die Bepflanzung von damals auffallend. Schließlich liegen 100 Jahre zwischen der Abbildung und heute.

Hans-Helmut Herold

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