474 Stimmen entscheiden

OB-Wahl in Memmingen: Zeller unterliegt Schilder

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Friedrich Zeller

Schongau/Memmingen – Es hat nicht ganz gereicht für Friedrich Zeller: Der frühere Schongauer Rathauschef und ehemalige Landrat des Landkreises Weilheim-Schongau hat am Sonntag die Oberbürgermeisterwahl in Memmingen knapp verloren. Er unterlag seinem CSU-Kontrahenten Manfred Schilder mit 48,5 zu 51,5 Prozent.

Es war ein Wahlabend, der an Spannung kaum zu überbieten war. Schilder und Zeller lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Fast mit jedem ausgezählten Wahlbezirk wechselte anfangs die Führung. Am Ende war es der CSU-Kandidat, der die Mehrheit auf sich vereinte – wenn auch nur hauchdünn mit 474 Stimmen Vorsprung. Manfred Schilder folgt damit auf Markus Kennerknecht. Der 46-jährige Sozialdemokrat war im Dezember nach nur 38 Tagen im Amt beim Joggen mit einer Herzattacke zusammengebrochen und gestorben.

Zeller nahm die Niederlage trotz des knappen Resultats gelassen. „So ist das Spiel. Der Gewinner bekommt alles. Wer damit nicht leben kann, darf es nicht spielen“, sagte er am Montag im Gespräch mit dem Kreisboten. Einen Grund für die Wahlschlappe könne er nicht nennen. „Dazu war es zu eng.“

Für den Schongauer kehrt jetzt erst einmal wieder der Alltag ein. Beruflich werde er seine Arbeit als Berater für Personalentwicklung wieder aufnehmen, kündigt er an. Und auch in den Kreistag und den Stadtrat seiner Heimatstadt wird Zeller alsbald zurückkehren. Dort war sein Stuhl in den vergangenen Wochen des Wahlkampfs leer geblieben.

Christoph Peters

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