Noch mehr Ampeln?

Straßenbauamt prüft Ampelbetrieb an der B17 bei Steingaden

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Noch mehr Ampeln sollen an der B17 bei Steingaden aufgestellt werden und für besseren Verkehrsfluss sorgen.

Steingaden – Das Straßenbauamt Weilheim soll prüfen, ob man den Verkehr auf der Bundesstraße B17 in Steingaden mit Hilfe zweier Ampeln besser steuern und regulieren kann. Dafür entschieden sich die Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung. Alternativ stand auch der Bau zweier Kreisverkehre zur Diskussion.

Schon in seinem Rechenschaftsbericht hatte Bürgermeister Max Bertl davon gesprochen, dass der Abteilungsleiter beim Landkreis in Sachen Straßenbau, Andreas Lenker mit der Gemeinde Kontakt aufgenommen und man über das Thema Kreisverkehr bzw. Ampelregelung an den beiden B17-Kreuzungen am Gasthof Graf/Tankstelle (Einmündung Ammergauer Straße) und an der Einmündung der Lechbrucker Straße gesprochen habe. Kreisverkehre, wie von dem einen oder anderen Gemeinderat bevorzugt, sind mittlerweile nicht mehr Mittel der Wahl der Straßenbaubehörden im vorliegenden Fall, erklärte Bertl seinen Ratskollegen, müsste die Kommune die Kosten für den Umbau der Bundesstraße – pro Kreisverkehr rund eine Million Euro – aus eigener Tasche bezahlen. Eine Lichtzeichenregelung hingegen würde durch das Straßenbauamt projektiert, bezahlt und unterhalten.

Während die Verkehrslenkung durch die Kreisverkehre gering ist auf der B17 selbst – beim Gasthof Graf könnte der nach Süden rollende Verkehr gerade durchfahren und am Schulgarten der nach Norden rollende – ließe sich mit Hilfe einer Ampel der Verkehrsfluss durchaus steuern, wie Lenker dem Bürgermeister mitgeteilt hatte. Weiterer Nachteil der so beliebten Verkehrskreisel ist der Platzverbrauch, so würde an der Einmündung Lechbrucker Straße gut ein Drittel des Schulgartens dem Umbau zum Opfer fallen; ebenfalls ergeben sich durch die Kreisverkehre keine Vorteile für querungswillige Fußgänger. Letztere würden nur von einer Ampelregelung profitieren, bei der auch eine Phase für diese Verkehrsteilnehmer eingeplant wird. Die beiden Ampeln würden entsprechend abhängig zueinander gekoppelt geschaltet und auch die schon vorhandene Fußgängerampel mit in die Phasen einbezogen.

Mit ihrem Beschluss haben die Gemeinderäte nun das Straßenbauamt mit der Projektierung beauftragt, das heißt, es soll nun mit Hilfe von provisorischen „Baustellenampeln“ und einer Verkehrszählung beobachtet werden, wie sich Ampeln generell auf den Verkehr auf der B17 im Bereich Steingaden auswirken würden und wie viele Fahrzeuge insgesamt auf der Bundesstraße, vor allem in welcher Richtung, unterwegs sind.

In der sich anschließenden Auswertung würden die Zahlen in eine Studie miteinfließen, die über die Notwendigkeit einer Verkehrssteuerung und Regelung befindet. Notwendig ist diese nach Abschluss der Bauarbeiten für den neuen Nahversorger am Kellerberg aber ohnedies, glauben die Gemeinderäte. Sonst würden die Bürger nicht mehr zu der neuen Verkaufshalle gelangen, so die Ansicht.

Nun ist aber das Staatliche Bauamt in Weilheim gefragt, wie auch bei Thema Radweg Gründl-Steingaden. Die Anbindung der Ortsteile für Fahrradfahrer wie Fußgänger ist schon länger Thema im Gemeinderat. Nachdem nun das weitere Vorgehen in Richtung Ilgen diskutiert wurde (s. nebenstehenden Bericht), schnitt Bürgermeister Bertl auch die Anbindung Gründls und Ursprings an. Insbesondere die Schulkinder aus diesem Ortsteil würden durch einen Radweg profitieren, sodass nun auch hier in einer Projektierung die Machbarkeit, vor allem der mögliche Verlauf des Radweges, nun geprüft werden soll.

Oliver Sommer

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