Stolperstellen und nasse Füße

Maßnahmen-Bündel für Schongaus Straßen

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Der Zustand der Robinie in der Beethovenstraße soll nochmals begutachtet werden. Ihre Wurzeln haben bereits den Gehweg stark beschädigt.

Schongau – Welche Unterhaltsmaßnahmen im Stadtgebiet nach der Frostperiode anstehen, das hat der städtische Bauhof im April und Mai ermittelt. Mit der daraus resultierenden Liste setzte sich der Bau- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung am Dienstag vergangener Woche auseinander.

Aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht und der Dauerhaftigkeit seien die Maßnahmen vorzunehmen, führte Martin Blockhaus, Zuständiger beim Stadtbauamt für den Tiefbau, ein. Das Gremium entschied einstimmig, das sich auf insgesamt gut 180.000 Euro belaufende Auftragsbündel an die Firma Dobler zu vergeben. Diese nimmt somit neben zwölf zu richtenden Schachtabdeckungen sowie vier Straßeneinläufen folgende Arbeiten in Angriff.

• Der Parkplatz gegenüber der ehemaligen Metzgerei in der Feichtmairstraße weist starke Asphaltaufbrüche auf. Statt einer Erneuerung könnte die Fläche auch entsiegelt werden, eine Anfrage auf Förderung läuft. Die Parkplätze würden dann mit Pflastersteinen ausgeführt. Außerdem sollen die Parkplätze durch Bäume unterbrochen werden. Als Kosten sind rund 68.000 Euro veranschlagt. Ein anderes Ärgernis an jener Stelle rief bei dieser Gelegenheit Kornelia Funke (CSU) und Bettina Buresch (Grüne) auf den Plan: Die dortige Litfaßsäule sei ein Schandfleck und vermittle den Eindruck, sich in einem Slum zu befinden, fand Buresch. „Es ist dringend nötig, dass da was passiert“, bestätigte Funke. Er gehe der Sache nach, kündigte Bürgermeister Falk Sluyterman an.

• In der Beethovenstraße, an der Ecke zur Franz-Schubert-Straße, beschädigen die Wurzeln einer Robinie den Asphalt derart, dass dieser zu erneuern ist. Weil der alte Baum zudem in schlechtem Zustand sei, solle er Platz für einen neuen samt Wurzelschutz machen. Kostenpunkt: insgesamt rund 9.500 Euro. Die Beurteilung eines Baumgutachters teilte Buresch, die auch Umweltreferentin ist, allerdings gar nicht. „Der Baum sieht top aus.“ Eher solle man dem Baum mehr Raum geben und mit dem Fußweg zur Straße hin ausweichen. Er werde sich nochmal eigens mit ihr abstimmen, versprach Sluyterman auch hier – bis dahin stehe die Sperrung des Fußwegs aber unmittelbar im Raum, erklärte Blockhaus.

• Weil die Entwässerungsrinne aus Naturstein entlang der Lech­uferstraße Schäden aufweist, soll sie auf 420 Metern durch Rasengittersteine ersetzt werden. „Da müssen wir handeln“, machte Blockhaus den Bedarf klar, die rund 49.000 Euro kostende Maßnahme anzustoßen. Schon vor vier Jahren war man in der Lechuferstraße in einem ersten Abschnitt zum selben Zweck aktiv geworden.

• Zwei Pflasterkreuzungen haben sich stark gesetzt. In der Kreuzung der Zugspitzstraße und des Karwendelrings ergibt das vor allem bei Starkregen Probleme. Die Verwaltung schlug vor, die Oberfläche für knapp 42.000 Euro wieder mit Asphalt herzustellen. „Das lädt wieder zum Rasen ein“, befürchtete Ilona Böse (SPD). Stephan Hild (UWV) hielt ein erneutes Pflastern aber für wenig sinnvoll. „Das ist in einem halben Jahr wieder kaputt, da fährt das halbe Forchet drüber.“ Eine Ein­engung und eine Geschwindigkeitsanzeige seien das Mittel der Wahl. Nina Konstantin (ALS) regte an, der Bepflanzung mehr Raum zu verschaffen und rote Tempomarkierungen – erlaubt sind 30 Stundenkilometer – anzubringen. Funke wollte ebenfalls entsprechende Markierungen auf der Fahrbahn verwirklicht sehen. Das Pflaster soll nun durch Asphalt ersetzt werden.

Ebenso wie die Kreuzung des Karwendelrings mit der Kreuz­eckstraße, die mit 11.500 Euro aber ungleich günstiger ausfällt. Auch hier bedauerte Buresch, dass das Pflaster weicht.

Unter der Voraussetzung, dass bezüglich der Robinie in der Beethovenstraße nochmals Umweltreferentin Buresch mit einbezogen wird, stimmte der Bauausschuss der Auftragsvergabe einstimmig zu. Weitere größere Maßnahmen darüber hinaus sind als eigene Projekte umzusetzen. 

ras

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