Zwischen Forchet und Industriegebiet Neuländer

Schongauer Stromtrasse bleibt

Stromtrasse Schongau Forchet Industriegebiet
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Die Trasse zwischen Forchet und Industriegebiet Neuländer bleibt, wo sie ist. Die Masten werden erneuert.
  • vonAstrid Neumann
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Schongau – Die Strommasten östlich des Industriegebietes Neuländer und westlich des Forchets müssen erneuert werden. Im Zuge dessen hatte die Stadt die LEW Verteilnetz GmbH gebeten, eine Verlegung der Trasse entlang der B17 zu prüfen. Aufgrund der hohen Mehrkosten und dem vergleichsweise geringen Nutzen, sollen diese aber nun bleiben, wo sie sind.

Die Masten der 110 kV Freileitung auf Schongauer Flur stammen teilweise aus den 1940er Jahren, erklärte Stadtbaumeister Sebastian Dietrich in der jüngsten Stadtratssitzung. Vor dem Hintergrund einer mittel- bis langfristig geplanten Erweiterung der Siedlungsbereiche der Stadt nach Westen wurde nun geprüft, ob die Trasse entlang der B17 verlegt werden könnte. Für einen Ersatzneubau müssten neun Gittermasten, sechs Tragmasten und drei Abspannmasten auf einer Länge von rund 2,2 Kilometern erneuert werden. Bei einer alternativen Verlegung der Trasse entlang der B17 bleibe die Anzahl der Masten zwar insgesamt gleich, jedoch würden mehr Abspannmasten benötigt. Das würde erhebliche Mehrkosten verursachen, so Dietrich.

Die durch die Verlegung entstehenden Mehrkosten für den Bau belaufen sich auf rund 570.000 Euro. Die Kosten für die dingliche Sicherung der Überspannung liegen bei 190.000 Euro. In Summe ergäben sich so für eine Verlegung entlang der B17 von der Stadt zu tragende Mehrkosten in Höhe von etwa 760.000 Euro, so der Stadtbaumeister weiter.

Das Potential der Flächen, die durch die Verlegung der Trasse bebaut werden könnten, sei jedoch überschaubar, wie Dietrich in der Sitzung deutlich machte. Für die Beurteilung hinsichtlich einer Baulanderweiterung wurde eine schalltechnische Ersteinschätzung zur grundsätzlichen Machbarkeit einer Siedlungsentwicklung unter Bewertung der Einwirkungen durch Straßenverkehr und bestehenden sowie potenziell geplanten Gewerbeflächen erstellt. Das Fazit: „Der große Aufwand der Verlegung bringt nicht so viel Nutzen.“

Keinen großen Gewinn erkannte auch Friedrich Zeller (SPD) in der Verlegung. „Finanzwirtschaftlich können wir uns das nicht leisten“, befand er. Außerdem müsse man auch immer die technologische Entwicklung im Blick haben. Dietrich erwiderte darauf, dass eine unterirdische Leitung ungefähr die vierfachen Kosten verursachen würde. Der Stadtrat stimmte schließlich einstimmig zu, dass die Erneuerung auf der Bestandstrasse erfolgen soll.

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