Polizei ermittelt

Kuh stürzt in Güllegrube – Abdeckgitter offenbar absichtlich entfernt

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Kuh „Susi“ überlebte die spektakuläre Rettung aus der Güllegrube zwar, musste aber tags darauf eingeschläfert werden.

Steingaden – Zu einem nicht alltäglichen Einsatz wurden die Feuerwehren von Lauterbach und Steingaden alarmiert. Eine Kuh war auf einem Bio-Bauernhof in Butzau in eine Güllegrube gestürzt und drohte darin zu ersticken. Nur durch beispielhafte Nachbarschaftshilfe und die aufeinander eingespielte Zusammenarbeit der Wehrmänner, von denen selbst viele Landwirte sind, konnte die zunächst Kuh gerettet werden.

Es ist kurz nach 18 Uhr am Montag, als die Sirenen von Lauterbach aufheulen. Die Wehrmänner werden zu einer Großtierrettung nach Butzau alarmiert. Vor Ort stellt sich dem Kommandanten Tobias Lutz folgende Lage: Eine Kuh war durch einen Schacht in eine volle unterirdische Güllegrube gefallen und drohte darin zu ertrinken. Das Unfassbare: Irgendjemand muss das Eisengitter, mit dem der Schacht der Grube gesichert ist, absichtlich entfernt haben.

Einsatzleiter Tobias Lutz erkennt sofort, dass weitere Kräfte zur Tierrettung dringend benötigt werden. Die Feuerwehr aus Steingaden wird nachalarmiert. Es folgt eine spektakuläre Rettungsaktion, wobei es zunächst gilt, vor allem die Güllegrube möglichst schnell zu entleeren.

Der Güllespiegel liegt mittlerweile so tief, dass der Atemschutzträger in die Grube steigen kann. Es muss der breite Halte- und Hebegurt unter dem Bauch des Tieres durchgeführt werden. Alles in knietiefer Gülle. Dem Retter gelingt es. Zentimeterweise wird das Tier nach oben gehoben. Geschafft. Die Kuh fast regungslos, aber sie lebt. Jedoch musste Kuh „Susi“ am Dienstag aufgrund ihres Zustandes eingeschläfert werden.

Da Bio-Bauer Georg Lutz sich nicht erklären kann, wieso das Sicherungsgitter geöffnet war, wurde die Polizei hinzugezogen. Sie ermittelt nun gegen den oder die Täter.

hh

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