Schwierige Standortsuche

Bolz- und Skaterplatz: Wieder alles anders

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Die Schärfershalde hinter dem Plantsch oberhalb des Eisstadions (re.) bietet Platz für Bolz- und Skaterplatz.

Schongau – Eigentlich hatte vor wenigen Wochen alles so ausgesehen, als könnte der Wunsch nach einem Bolzplatz und einem Skaterplatz für die Jugendlichen schon bald in Erfüllung gehen. Zwei Grundstücke hatte man als geeignete Standorte in Betracht gezogen, doch in der jüngsten Stadtratssitzung erfolgte nun die Kehrtwende. 

Seit der Bolzplatz an der Marktoberdorfer Straße einem großen Bauprojekt weichen musste, sucht die Stadt nach einem alternativen Standort. Und auch der Skaterplatz, der zuletzt behelfsmäßig auf dem Parkplatz des V-Marktes Unterschlupf gefunden hatte, soll an einen geeigneteren Ort umziehen – erst recht, seit bekannt wurde, dass der jetzige Platz in Zukunft die neue Waschstraße des Supermarktes beherbergen soll. 

Die Lösung schien vor ein paar Wochen gefunden, als Stadtbaumeister Ulrich Knecht im Bauausschuss ein Grundstück neben dem Radweg nach Altenstadt an der alten Römerstraße als möglichen Skater- und eine Grünfläche auf dem TSV-Gelände als Bolzplatzstandort vorschlug. 

Doch beide Lösungen sind schon wieder vom Tisch. „Zu weit weg, zu laut, zu teuer“, begründete Knecht die Kehrtwende in der jüngsten Stadtratssitzung. Hinzugekommen sei im Fall des Grundstücks an der Straße nach Altenstadt, dass der Eigentümer der angrenzenden Fläche nicht habe verkaufen wollen. Beim TSV-Gelände hätten letztendlich die Bedenken überwogen, dass der Bolzplatz zu sehr vom Verein in Beschlag genommen worden wäre. Erneut mussten sich Knecht und seine Kollegen auf die Suche machen. 

Herausgekommen sind nun zwei Standorte, von denen einer im Bauausschuss schon kurz vorgestellt worden war. Unterhalb des Krankenhausbergs am Lebrosenanger verfügt die Stadt über zwei Grundstücke, die in Frage kämen, wie Knecht erläuterte. Das näher zur Straße gelegene wäre mit einem Lärmschutzwall ebenso gut geeignet wie jenes an den bereits bestehenden beiden Fußballplätzen, für die die Stadt bereits seit 30 Jahren den Unterhalt trage. Diese würden derzeit hauptsächlich von Türk Gücü und Kosova genutzt, sagte der Stadtbaumeister. Der kiesige Untergrund dort wäre „ideal“, weil er wenig Kosten verursachen würde, warb er.

 Während der Lebrosenanger am Rand der Stadt liegt, präsentierte Knecht mit der Schärfelshalde oberhalb des Eisstadions auch eine zentrumsnahe Lösung. Dort sei sowohl ein Bolzplatz möglich als auch ein Skaterplatz. Letztere müsste allerdings zweigeteilt werden, wenn man hohe Kosten für Geländearbeiten vermeiden wolle, stellte Knecht fest. Außerdem müsste eine schalltechnische Untersuchung durchgeführt werden, um die Lärmbelästigung für Anwohner einschätzen zu können. „Aber ich denke, dass das funktionieren kann.“ 

Mit der Schärfershalde rannte der Stadtbaumeister bei Michael Eberle offene Türen ein. Der CSU-Fraktionsvorsitzende sprach sich nämlich dafür aus, Bolzplätze über das Stadtgebiet zu verteilen. Aus diesem Grund scheide für ihn der Lebrosenanger aus, sagte er und schlug vor, lieber einen weiteren in der Lechvorstadt zu schaffen. Auch Bettina Buresch (ALS) fand die Idee gut, Einwände kamen dagegen von Jugendreferentin Ilona Böse. „Skater brauchen viel Platz, da bringen zwei kleine Flächen nichts.“ Sie favorisiere daher den Lebrosenanger. 

 Beide Varianten sollen nun näher untersucht werden. Der Lebrosenanger auch im Hinblick auf einen Beachvolleyballplatz. Denn der fehle in der Planung noch völlig, kritisierte Peter Huber (SPD). „Dabei hat sowas schon jedes Dorf.“ chpe

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