Straffer Zeitplan geht auf:

Symbolische Schlüsselübergabe im neuen Schongauer Seniorendomizil Marie-Eberth 

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Noch leben 50 Bewohner im Marie-Eberth-Altenheim (Gebäude links). Läuft alles nach Plan, werden sie am 1. September in das direkt nebenan gebaute neue Marie-Eberth-Pflegezentrum (rechts) umgezogen sein und das 55 Jahre alte Gebäude kann abgerissen werden.

Schongau – Am Anfang stand ein straffer Zeitplan für das neue Marie-Eberth-Pflegezentrum. Baustellenbeginn im März 2018, Grundsteinlegung im Juni 2018, Richtfest im November 2018. Planmäßig nach 13 Monaten Bauzeit war es am vergangenen Mittwoch soweit: Auf Einladung des Bauträgers, der WOB Immobilien GmbH, erfolgte die symbolische Schlüsselübergabe an den künftigen Betreiber, die compassio GmbH & Co. KG.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß zeigte sich begeistert von dem neuen Gebäude. Insbesondere hob sie hervor, wie wichtig es sei, dass das liebevoll gestaltete Café Bergblick, in dem die Veranstaltung stattfand, nicht nur die Bewohner, sondern die gesamte Öffentlichkeit zum Genießen einlade. Sie verwies aber auch auf das mittlerweile 55-jährige Bestehen des Marie-Eberth-Altenheims und den damit verbundenen Einsatz für das Wohl der darin lebenden Senioren.

Neu, modern, hell

Auch Gebäude kämen allerdings in ein Alter, in dem viel investiert werden muss, um den gesetzlichen Forderungen nachzukommen. „Und so hat sich der Landkreis Weilheim-Schongau dazu entschieden, das neue Seniorendomizil Haus Marie-Eberth

bauen zu lassen, damit die Bewohner des Marie-Eberth-Altenheims in neue, moderne und helle Zimmer und Wohnungen umziehen können”, führte sie aus.

Von den beim gemeinsamen Rundgang besichtigten Ein-Bett- und Zwei-Bett-Appartements – letztere befinden sich ausschließlich im dritten Obergeschoss und sind mit einer Miniküche ausgestattet –, den für jeweils 13 bis 15 Bewohner ausgerichteten Gemeinschaftsräumen und der Dachterrasse mit ihrem beeindruckenden Ausblick zeigte sie sich genauso wie alle anderen geladenen Gäste sehr beeindruckt.

Stefan Schiessl, zuständig für Verwaltung und Vertrieb, war für WOB Immobilien anwesend. Er übergab den Schlüssel an Monika Nirschl, Mitglied der Geschäftsleitung für die Region Bayern bei der 2005 gegründete compassio mit Stammsitz in Ulm, die seit 2018 zur Schönes Leben Gruppe gehört.

Nirschl bezeichnete die Schlüsselübergabe als einen ganz wichtigen „Meilenstein“ und würdigte das Ergebnis. Weiterhin informierte sie darüber, dass die derzeit 50 Bewohner des alten Marie-Eberth-Altenheims nebst den übernommenen Mitarbeitern unter der früheren und künftigen Einrichtungsleiterin Gisela Mair bis Ende August in das neue Haus umziehen werden.

Nähe als Mehrwert

Die mit dem Marie-Eberth-Pflegezentrum erhaltene räumliche Nähe zum Krankenhaus Schongau bezeichnete sie als Mehrwert. Das gelte sowohl für die Bewohner als auch für die Mitarbeiter und die Patienten der Klinik.

Da in dem neuen Gebäude von Pflegeheimbetreiber compassio insgesamt 111 Pflegeplätze unterhalten werden sollen, fanden am vergangenen ersten Augustwochenende Karrieretage statt, denn die Suche nach weiteren Mitarbeitern läuft.

Zukünftig werden Dauer-, Kurzzeit- und Tagespflege angeboten. Um das Leistungsangebot aber auch im erhofften Umfang gewährleisten zu können, ist es an Gisela Mair, die bereits seit vielen Jahren das alte Altersheim geleitet hat, einige der so zwingend benötigen Mitarbeiter für das neue Haus zu gewinnen. Ferner stehen vom 16. bis 18. August drei Tage der offenen Tür an. Die Einweihung des Gebäudes folgt am 13. September. Mit dem Seniorendomizil Haus Marie-Eberth führt compassio mittlerweile 18 Einrichtungen in Bayern, ab Mai 2020 werden es bereits 20 sein.

Synergie in der Pflege

Auch Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman sprach von einem überwältigendem Eindruck beim Betreten des Gebäudes. Mit der Feststellung, dass auch im Heiliggeist-Spital der Mangel an Pflegekräften zu Unterbelegungen führe, bot er Nirschl eine gemeinsame Nutzung möglicher Synergieeffekte an, etwa bei gemeinsamen Angeboten für die Senioren.

Bezogen auf das zum 1. September leer stehende alte Altersheimgebäude bestätigte WOB-Geschäftsführer Herbert Schiessl, dass für den Abbruch bereits alle Vorbereitungen getroffen seien und dieser zeitnah realisiert werde.

mel

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