Tabellenführung verpasst – ECP besiegt Selb und verliert erstmals in Deggendorf

Gordon Borberg im Duell mit dem ehemaligen Peitinger Dan Heilman, der jetzt das Selber Trikot trägt. Foto: Halmel

Aus dem Ausrutscher von Spitzenreiter Bad Tölz konnte der EC Peiting nur bedingt Kapital schlagen. In den beiden Duellen gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte reichte es nur zu einem Dreier durch den 5:3 Heimsieg gegen die Selber Wölfe. Zwei Tage später musste die Truppe von Trainer Leos Sulak bei Deggendorf Fire beim 2:3 die erste Saisonniederlage gegen die Niederbayern einstecken, was die Übernahme der Spitzenposition verhinderte.

„Das war ein Geduldspiel“, meinte Sulak zum Heimauftritt gegen Selb. Sein Team begann mit viel Schwung. Aus zahlreichen Chancen, darunter einige Alleingänge machte aber nur Florian Simon (11.), der in der neu formierte zweite Reihe mit Manni Eichberger und Martin Pfohmann spielte, das 1:0. In der Folge gestalteten die Wölfe die Partie ausgeglichener. Sekera (14.) traf auch den Pfosten. Auf der Gegenseite ließen Robin Slanina (16.) und Lubor Dibelka (20.), der nach seiner Knieverletzung ins Team zurückkehrte, aber noch zwei gute Chancen den Vorsprung auszubauen aus. Im Mittelabschnitt lief es bei den Peitinger nach der Großchance von Michael Kreitl (21) nicht mehr rund. Folgerichtig gelang Lamich (24.) der Gleichstand. Erst zum Drittelende wurden die Hausherren wieder stärker, aber auch die Gäste blieben gefährlich. Thielsch traf zum Beispiel noch einmal den Pfosten. Besser zielte dann gleich zu Beginn des Schlussdurchgangs Dibelka (41.) der auf 2:1 stellte. In Überzahl ließ Kreitl (44.) das 3:1 folgen. Nachdem Manfred Eichberger (51.) im dritten Nachschuss das vierte ECP-Tor nachlegte, schien die Partie entschieden. Die Selber gaben sich aber nicht auf. Sekera (52.) gelang das 4:2. 13 Sekunden vor dem Ende markierte Thielsch auch noch den Anschluss. Im Gegenzug stellte Dibelka mit einem Treffer in den leeren Kasten aber den Endstand her. In Deggendorf sorgten zunächst die Hausherren für die gefährlichen Aktionen. Selea (5.) brachte die Niederbayern mit einem Distanzschuss auch schon früh in Front. Danach verhinderte Florian Hechenrieder im Peitinger Kasten einen größeren Rückstand, weil er einige gute Chancen der Gastgeber abwehrte. Die beste Gelegenheit zum Ausgleich im ersten Durchgang vergab Dibelka, als er vergeblich versuchte den Fire-Schlussmann per Bauerntrick zu überwinden. Versäumtes holte Andrej Salzer im zweiten Durchgang nach. Sein Schlenzer von der blauen Linie landete zum 1:1 in die Maschen. Die Freude darüber währte aber nicht lange, da Weber gleich im Anschluss zum 1:2 abstaubte. Die Peitinger zeigten sich davon aber nicht geschockt. Geduldig warteten sie auf ihre Chance, die auch kam. Florian Thomas nutzte einen Konter um auf 2:2 zu stellen. Gleich zu Beginn des Schlussdurchgangs leisteten sich die Gäste dann aber einen verhängnisvollen Fehler, den Geisberger zur neuerlichen Führung der Deggendorfer verwertete. In der Folge rannten die Peitinger diesem Rückstand vergeblich hinterher. Auch eine Überzahl und die Herausnahme des Torwarts in der Schlussminute brachten nicht mehr den Ausgleich. Sekunden vor dem Ende scheiterte Dibelka noch an Schlussmann der Hausherren. „Deggendorf hat aggressiv und gut gespielt, da kann man schon mal verlieren“, bilanzierte Sulak danach. Sein Team spielt am Freitag, 21. Januar, beim EHC Klostersee und am Sonntag, 23. Januar, 18 Uhr, kommt der EV Landsberg nach Peiting.

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