100 Tage Bürgermeisteramt

"Wie im Flug": Andreas Echtler aus Prem im Gespräch

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Zum Interview-Zeitpunkt seit 100 Tagen im Amt: Andreas Echtler.

Prem – Seit Anfang Mai haben einige Gemeinden in der Region ein neues Oberhaupt. Nach 100 Tagen im Bürgermeisteramt ziehen sie im Kreisboten eine erste Bilanz. Heute: Andreas Echtler aus Prem.

Wie hat sich Corona auf ihre ersten 100 Tage im Bürgermeisteramt ausgewirkt?
Echtler: „Dies hat natürlich meine ersten Amtstage stark geprägt – hinsichtlich der ganzen Hygienemaßnahmen bei den Gemeinderatssitzungen, ect. Zudem waren auch große/öffentliche Veranstaltungen nicht möglich, wie auch die Weiterbildungsmaßnahmen haben sich verschoben. Dies war bei dem neuen Ehrenamt natürlich nochmals eine größere Hürde, da zum Teil persönliche Gespräche (Landratsamt) nur schwer möglich waren.“

Welche der Projekte, die Sie im Wahlkampf als vorrangig herausgestellt haben, haben Sie bereits in Angriff genommen?
Echtler: „Ich denke mit dem Gemeinderat sind wir auf einem guten Weg uns einen Überblick über sämtliche Punkte zu verschaffen und werden diese dann priorisiert und im Einklang mit allen Stellen erfolgreich realisieren.“

Decken sich Ihre Erwartungen an das Bürgermeisteramt mit den bisher gewonnenen Erfahrungen?
Echtler: „Den kleinen Bereich, den ich in den ersten Tagen erleben durfte, decken sich mit den Erwartungen. Diese Wochen vergingen wie im Flug und waren stets sehr umfangreich, interessant und konstruktiv. Hier kann ich mich nur für das gute Miteinander beim Gemeinderat, der Verwaltung und den Mitarbeitern bedanken.“

Welche Themen stehen beim Blick in die nahe Zukunft ganz oben auf Ihrer To-do-Liste?
Echtler: „Wie in Punkt 2 beschrieben.“

Viele Kommunen befürchten in Zukunft deutlich geringere Steuereinnahmen. Trifft das auch auf Ihre Gemeinde zu. Wenn ja, welche Konsequenzen werden Sie daraus ziehen?
Echtler: „Hier denke ich, dass es noch zu früh ist, eine Aussage treffen zu können. Denn diese Pandemie ist etwas einzigartiges, wie auch die weitere Entwicklung und hier können wir gespannt sein, wie es in Zukunft weitergehen wird. Wir in Prem können froh sein, dass wir bis dato keinen ‚bestätigten Fall‘ haben. Wir verfolgen diese Thematik stark und berücksichtigen dies natürlich bei den kommenden Investitionen.“

Unterscheidet sich Ihr Führungsstil von dem Ihres Vorgängers?
Echtler: „Hier müsste man klar die Mitarbeiter und Kollegen fragen (lacht). Ich denke aber jede Person für sich ist ein Unikat (mit Wertvorstellungen und Erfahrungen), was auch Auswirkungen auf den Führungsstil haben wird.“

Was möchten Sie ihrer Bürgerschaft besonders ans Herz legen?
Echtler: „Vor allem in Zeiten von Corona stets beste Gesundheit und das wir gemeinsam diese Krise meistern. Für die Zukunft die Besinnung auf das was wirklich wichtig ist und man auch dann, nach Corona, noch eine ‚entschleunigte Lebensweise‘ beibehält.“

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