Jährliche Anpassung

Höhere Kindergartengebühr in Peiting

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In Peiting werden die Kindergartengebühren – hier der Kindergarten am Rathaus – erneut angehoben.

Peiting – Die Gebühren für die Peitinger Kindergärten werden zum September erneut angehoben. Sie nehmen um 2,35 Prozent zu. Das entspricht der Tarifsteigerung im öffentlichen Dienst.

Wenn Eltern ihren Buben oder ihr Mädchen drei bis vier Stunden am Tag in den Kindergarten geben, dann müssen sie dazu ab Herbst 89 Euro zu den Betreuungskosten beisteuern. Bisher sind es 87 Euro. Bei fünf bis sechs Stunden sind es jetzt 108 Euro, künftig werden es 111 Euro sein. Wer für ein Kind die maximale Betreuungszeit von neun bis zehn Stunden bucht, der muss 155 Euro pro Monat aufwenden (bisher 152 Euro).

Derzeit besuchen 314 Buben und Mädchen in Peiting einen Kindergarten. Das sind knapp 18 Prozent weniger als im Vorjahr – ein sehr massiver Rückgang. Von 74 Kindern, die als Vorschulkinder eingestuft sind, wird der Beitrag komplett vom Freistaat Bayern übernommen (maximal 100 Euro im Monat). Gut ein Viertel der Eltern bekommt einen Zuschuss vom Amt für Familie im Landratsamt Weilheim-Schongau. Dies betrifft 64 Erziehungsberechtigte.

„Maßvoll und regelmäßig“ wolle man die Gebühren für die Kindergärten anheben, sagt Kämmerer Christian Hollrieder. Seit 2014 wird jedes Jahr eine Erhöhung vorgenommen. Vermeiden will man damit, dass nach ein paar Jahren eine deutliche Steigerung erforderlich wird. Peiting bewege sich bei den Gebühren im Vergleich zu anderen Gemeinden „im Mittelfeld“.

Zweiter Bürgermeister Franz Seidel hält die Erhöhung für gerechtfertigt. Die Beiträge der Eltern würden weniger als 50 Prozent der Kosten decken. In den vergangenen Jahren ist das Defizit von 900.000 Euro auf 1,4 Millionen Euro hoch geschnellt. Auf die Frage von Gemeinderat Andreas Barnsteiner, wo diese Entwicklung herrühre, antwortete Kämmerer Christian Hollrieder, dass die Aufwendungen für Personal höher würden und die Zahl der Kinder abgenommen habe. Auch spielten Änderungen bei staatlichen Zuschüsse bei der Kalkulation eine Rolle.

Gemeinderat Michael Deibler plädierte dafür, die Zahl „anders zu kommunizieren“. Besser und werbend klinge es, wenn man sage: „Die Gemeinde Peiting unterstützt die Kinderbetreuung mit 1,4 Millionen Euro.“

jj

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