Freiwillige gesucht

Taubenhaus für Schongau?

Tauben Schongau
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Vertreter des Tierheims, Tierschutzes und der Stadt Schongau bilden nun eine Kooperation für die Tauben in der Lechstadt.

Schongau – Zuletzt widmete sich der Stadtrat erneut dem Thema Stadttauben (wir berichteten). Vertreter des Tierheims, Tierschutzes und der Stadt Schongau bilden nun eine Kooperation, um sich gemeinsam der Tiere anzunehmen. Sie wollen auch noch den Taubenzuchtverein und einen Tierarzt mit an Bord holen. Ihr angepeiltes Programm ist auch schon in anderen Städten erfolgreich umgesetzt worden. Es besteht aus mehreren Bausteinen, die aber nur zusammen zum Erfolg führen.

Zweite Bürgermeisterin Daniela Puzzovio weiß, wie unterschiedlich die Standpunkte sind. „Das Thema Stadttauben bewegt die Menschen in Schongau in unterschiedlichster Weise“, nimmt sie wahr. „Manche schimpfen auf die Verunreinigungen und sehen sogar Gesundheitsgefahren für sich, andere verteidigen die Vögel oder füttern sie mit Hingabe.“

Nicht heute auf morgen

Eine Lösung von heute auf morgen gebe es nicht, erklärt Puzzovio den Ansatz der Gruppe. Doch sie nennt Schritte, um möglichst schnell ans Ziel zu kommen. Um die ersten fünf Etappen so schnell wie möglich umzusetzen, benötige das Team Unterstützung. „Melden Sie sich als aktiver Helfer unter stadttauben.sog@gmail.com oder gerne auch mit einer Spende zur artgerechten Versorgung der Tauben auf Facebook bei ‚stadttauben-sog‘ oder spenden Sie direkt auf das Konto des Tierheims (IBAN DE37 7346 0046 0006 7058 80) mit dem Verwendungszweck ‚Stadttauben-SOG‘“, ermuntert die Zweite Bürgermeisterin.

In sieben Schritten zum Schongauer Taubenhaus

1. Zählung der Tauben: Jeder Bürger kann Fotos von Taubengruppen, Anzahl und Standort an stadttauben.sog@gmail.com mailen. „Nur so können der oder die passenden Standorte für ein Taubenhaus ermittelt und eine erste Kostenkalkulation erstellt werden“, erklärt Puzzovio.

2. Information: Was man über Tauben wissen sollte, das geplante Vorgehen, Mitmachaufruf (Suche nach Nistplätzen, Eieraustausch und Betreuung des Taubenhauses) sowie Spendenaufruf. In Vorbereitung sind eine Facebook- und Instagram-Präsenz „#stadttauben-sog“, Flyer, Artikel und Info-Stände.

3. Vernetzung Ehrenamtlicher, die sich an der Umsiedlungsaktion und weiteren Betreuung der Tauben beteiligen möchten (Kontakt per Mail).

4. Suche nach Taubennistplätzen: „Tauben nisten gerne in Nischen an Gebäuden oder ungenutzten Dachböden“, erklärt Puzzovio. „Wer einen Nistplatz entdeckt hat, meldet dies bitte auch per E-Mail.“ Das Team unterstütze dann dort. Falls die Nistplätze ohne Gefahr erreichbar sind, können ab sofort die Eier ausgetauscht werden. Nach der Umsiedlung der Tauben sollten diese alten Nistplätze verschlossen werden, sonst kommen die Tiere zurück.

5. Auswahl von passenden Standorten für ein Taubenhaus: Diese Plätze sollen nah bei den bisherigen Nistplätzen sein, denn ein Umzug in eine völlig neue Gegend sei nur sehr schwer möglich. Danach Bau­start des Taubenhauses.

6. Beginn der Fütterung in der Nähe des geplanten Taubenhauses. Damit gebe es keinen Grund mehr für die Tauben, an anderen Plätzen nach Futter zu suchen.

7. Einzug ins Taubenhaus: Nach dem Bau des Taubenhauses ziehen die Tauben dort ein, werden gefüttert und mit Wasser versorgt. Die Gelege werden ausgetauscht, um kranke Tauben kann sich gekümmert werden und das Taubenhaus wird regelmäßig sauber gemacht.

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