Netzausbau für 439 Haushalte

Highspeed in Steingaden

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Ralf Niepel (li., Telekom) und Bürgermeister Xaver Wörle besiegelten mit ihren Unterschriften die Steingadener Datenautobahn.

Steingaden – Die Entscheidung ist gefallen: Die Deutsche Telekom hat die öffentliche Ausschreibung für den Internet-Ausbau in Steingaden gewonnen. 439 Haushalte können dort nach dem Netzausbau mit hoher Geschwindigkeit im Netz surfen. Nachdem die Gemeinde Steingaden und die Telekom dazu einen Vertrag unterschrieben, stehen die Bauarbeiten an: Etwa 30 Kilometer Glasfaserkabel werden verlegt und zwölf Multifunktionsgehäuse neu aufgestellt.

„Wir haben mit der Telekom einen starken Partner an unserer Seite. So ermöglichen wir unseren Bürgern in kurzer Zeit den begehrten Zugang zum schnellen Internet“, sagt Bürgermeister Xaver ­Wörle. „Für Arbeitnehmer mit Home Office, Selbstständige und unsere Unternehmen bringt höheres Tempo enorme Vorteile. Schnelles Internet ist ein wichtiger Standortvorteil.“

"Wir sichern Zukunft"

Ralf Niepel, Kommunaler Ansprechpartner der Telekom für den Netzausbau in Oberbayern, spielt den Ball zurück:„Wir danken der Gemeinde Steingaden für das entgegengebrachte Vertrauen und werden das Projekt zügig umsetzen“, so Niepel, der ergänzte:„Wir freuen uns, dass wir mit unserem Konzept den Wünschen der Gemeinde am nächsten gekommen sind.“

Die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. Gleichzeitig wird eine Firma für die Tiefbaumaßnahmen ausgesucht, Material bestellt und Baugenehmigungen eingeholt. Sobald alle Kabel verlegt und neue Straßenverteiler aufgestellt sind, erfolgt der Anschluss ans Netz. In der Regel vergehen zwischen dem Vertragsabschluss und der Buchbarkeit der Anschlüsse etwa 18 Monate, so die Erfahrung der Telekom.

Heilsbringer Glasfaser

Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt, wodurch eine erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten generiert wird. In der Regel werden in Steingaden Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit pro Sekunde an den Anschlüssen zur Verfügung stehen. Durch den Einsatz einer Vectoring-Technik könnten diese Anschlüsse schon heute auf bis 100 MBit pro Sekunde beschleunigt werden, was die EU-Förderrichtlinie derzeit allerdings noch nicht zulässt.

Wegen ihrer vereinzelten Lage im Gemeindegebiet und der damit verbundenen technischen Anforderungen wurde mit einigen Gebäude-Eigentümern in Steingaden im Rahmen des Ausbaukonzepts eine Sonderlösung vereinbart, teilt die Telekom mit Hier endet das Glasfaserkabel nicht etwa am Straßenrand, sondern wird bis in die Häuser gezogen. Damit das möglich ist, müssen die Hauseigentümer eine Einverständniserklärung unterschreiben. Die Eigentümer werden von der Telekom direkt kontaktiert, sobald die Gemeinde die notwendigen Kontaktdaten weitergegeben hat.

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