Organisator zieht Bilanz

Hitze macht Historischem Markt zu schaffen

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Auf Schirme mussten die Besucher des Schongauer Sommers in diesem Jahr verzichten. Bei der vorherrschenden Hitze in den vergangenen Tagen war das gerade fürs Mittagsgeschäft schlecht. Abends füllten sich die Bänke jedoch zuverlässig.

Schongau – Zehn Tage mittelalterliches Flair liegen hinter der Lechstadt. Wegen der Hitze und fehlender Sonnenschirme blieben allerdings gerade unter Tags viele dem Historischen Markt fern. Dennoch zieht Organisator Manfred Wodarczyk eine halbwegs positive Bilanz.

Grundsätzlich habe es „einige Bauabschnitte“ gegeben, die den Schongauer Sommer heuer erschwert haben, gibt Wo­darczyk am Montag zu bedenken. „Dass es gleich so heiß war, hat dazu geführt, dass tagsüber nur wenige Besucher da waren“, sagt der Organisator. Verstärkt wurde das natürlich noch durch die fehlenden Sonnenschirme. Denn diese entsprachen nicht der „bayerischen Bauordnung für fliegende Bauten“. Zwar habe er eine österreichische Zulassung vorliegen gehabt, doch keine vom deutschen TÜV.

Wodarczyk habe sich dann entschieden – oder entscheiden müssen – komplett auf Sonnenschirme zu verzichten. Eine Ersatzlösung mit kleineren Biergartenschirmen sei für ihn nicht in Frage gekommen. „Das habe ich aus Sicherheitsgründen verboten“, sagt der Organisator. Bei einer solch großen Fläche sei es ihm bei auftretendem Wind zu riskant gewesen.

Hitze plus Schirm-Problematik habe dann auch dazu geführt, dass der Mittagstisch nicht so angenommen wurde, wie das in den letzten Jahren oft der Fall war. Das stellte natürlich gerade für die Fieranten ein Pro­blem dar. „Trotz allem waren rund 4.000 Besucher pro Tag hier“, schätzt Wodarczyk am Tag nach dem Markt. Diese Zahl sei doch recht anständig und auch die Fieranten seien im Großen und Ganzen damit zufrieden gewesen. Auch das – in diesem Jahr erstmals zehntägige – Lagerleben bewerte er als Bereicherung für den Historischen Markt.

Auf die Lautstärke der Musikgruppen angesprochen – es gingen zwei Beschwerden bei der Stadt ein – reagiert der Organisator gereizt. „Ich will ehrlich sein: Es ist in Ordnung, wenn sich Leute beschweren“, sagt er „aber dann sollen sie halt woanders hingehen.“ Die von der Stadt auferlegten Regeln von einer Lautstärke bis 95 Dezibel und einer Beschallung nur bis 23.30 Uhr seien erfüllt worden.

Auf 2019 blickt Wodarczyk dennoch zuversichtlich voraus. Dann wird er mit dem Theaterverein Treibhaus wieder gemeinsame Sache machen und es wird eine „Henkerstochter“-Aufführung geben. „Und Schirme“, betont der Organisator. Wie es nach 2019 weitergeht, so weit will er noch nicht in die Zukunft blicken.

asn

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