Während der Lechbergsanierung

Vorübergehend wieder Autoverkehr in Schongaus Fußgängerzone?

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Einzelhändler fordern die Verkehrsfreigabe der Fußgängerzonewährend der Sperrung des Lechbergs – der Antrag steht am kommenden Dienstag auf der Tagesordnung des Stadtrates.

Schongau – Bei aller Diskussion um Sinn oder weniger Sinn der Fußgängerzone in der Schongauer Altstadt, hat ein Gewerbetreibender nun bei der Stadt zumindest eine zeitweise Öffnung beantragt. Der Standpunkt von Robert Kassebaum hinsichtlich der Verkehrsberuhigung ist bekannt: Solange der Lechberg saniert und der Verkehr dort nicht fließen wird, solle man die Fußgängerzone öffnen. Den Antrag skizzierte Kassebaum bei der Sitzung der Werbegemeinschaft.

„War jemals einer der Zuständigen (aus der Verwaltung) am Marienplatz?“, hinterfragte Robert Kassebaum in der Frühjahrsversammlung den Ist-Zustand in der Altstadt. Ohne auf diesen Zustand einzugehen – immerhin beklagen viele Händler in diesem Bereich Umsatzeinbußen – erklärte Kassebaum, dass er unverrückbar an seinem Standpunkt, nämlich den Bereich für Autos wieder zugänglich zu machen und somit wieder mehr Kundenfrequenz herzustellen, festhalte. Doch darum sollte es gar nicht gehen, sondern um eine temporäre Öffnung der Fußgängerzone. Deshalb habe er den Antrag, der am kommenden Dienstag im Stadtrat behandelt werden soll, gestellt, die Fußgängerzone während der Bauarbeiten am Lechberg, zu öffnen. Denn während der Bauarbeiten ist diese Zufahrt zur Altstadt gesperrt, somit seien die Geschäfte in der Altstadt komplett abgeschnitten von der Kundschaft.

Im Zusammenhang mit den Parkplätzen in der Altstadt verwies Kassebaum auch darauf, dass man eine Kurzparkzone im Bereich des Lindenplatzes brauche. Dort könnte man Autos über Tage, sogar wochenlang, an derselben Stelle parken sehen. Dadurch würden zahlreiche Parkplätze und damit Kunden verloren gehen. Mit Blick auf den Wohnmobilstellplatz unweit des Plantsch kam der Antrag, ob man nicht eine Stellplatzlösung, zentrumsnah, finden könnte, wo die Urlauber und Touristen nicht wegen Mittelaltermarkt oder Volksfest wochenweise vertrieben werden.

Man dürfe die Wohnmobilisten als Wirtschaftsfaktor nicht unterschätzen, denn „die lassen wirklich Geld in der Altstadt“, so Kornelia Funke. So fehlten die italienischen Gäste seit geraumer Zeit, hatten einige der Anwesenden festgestellt. Eine Diskussion zum Thema Fußgängerzone gab es innerhalb der Werbegemeinschaft nicht. Stattdessen hofft man, dass sich nun auch Schongauer dafür interessieren könnten.

gau

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