Ein "Mensch der Tat"

Peitings Grüne nominieren Thomas Elste für Bürgermeisterwahl

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Zur Freude des Peitinger Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen konnte sich Thomas Elste (Mitte) einstimmig als Kandidat für das Bürgermeisteramt durchsetzen. Mit ihm freuen sich Grünen-Kreissprecherin Katharina von Platen (links) und Grünen-Landtagskandidat und stellvertretender Landrat Karl-Heinz Grehl.

Peiting – Dass der – da noch designierte – Kandidat der Grünen fürs Peitinger Bürgermeisteramt Geduld zu seinen Tugenden zählen kann, das hat Thomas Elste am vergangenen Montag eindrücklich bewiesen. Im Zuge der Aufstellungsversammlung zu seiner Nominierung sollte Elste an diesem Abend prominente Schützenhilfe durch den Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Landtag Ludwig Hartmann erhalten, der mit der Bahn aus München anreisen wollte. Kurz nach Beginn der Veranstaltung, zu der der Ortsverband unter dem Vorsitz Heike Dietrichs in den „Grünen Salon“ in Peiting eingeladen hatte, musste Thomas Elste jedoch eine fast einstündige Verspätung des Politikers verkünden.

Ob terminliche Verpflichtungen Hartmanns dafür verantwortlich waren oder der Fahrplan der Bahn, das sollte dahingestellt und dann eigentlich nicht mehr so wichtig bleiben. Denn „Lückenfüller“ Karl-Heinz Grehl, der kürzlich in Penz­berg vom Grünen-Kreisverband als Kandidat für den Posten des Landrats nominiert wurde, sorgte mit Einblicken in seinen Alltag als stellvertretender Landrat und Grünen-Politiker für fast so etwas wie Kampfgeist unter den zahlreichen Gästen.

Gelöste Stimmung also bei der Grünen-Ortsgruppe – was sicherlich auch an der Person Thomas Elste liegen mag. Das Mitglied des Peitinger Marktgemeinderates gilt als unerschrockener Kommunalpolitiker, ebenso als einer, der sich von der Umsetzung anvisierter Ergebnisse nicht ablenken lässt. Wenig überraschend konnte sich Thomas Elste an diesem Abend großer Unterstützung seiner Mitstreiter sicher sein – einstimmig wählten ihn die anwesenden Mitglieder der Ortsgruppe zu ihrem Bürgermeister-Kandidaten im Rahmen der Kommunalwahl im nächsten Jahr.

Die Freude darüber war Thomas Elste, trotz dem erwartbaren Ergebnis, dennoch anzusehen. Selbstbewusst stellte er sich im Anschluss seinem Publikum, um sich in kurzen Worten vorzustellen. Eine klare Botschaft stellte der Grünen-Politiker vorneweg: Er wolle Politik für Peiting machen, die den Ort voranbringe und gleichzeitig den Bürgern helfe. „Gutes bewahren, Neues wagen“, so das Motto des 52-Jährigen.

Mehr Transparenz

Ein Anliegen des seit sechs Jahren aktiven Gemeinderats beschäftigte sich denn auch mit der Gremiumsarbeit. Er wolle dort die Kommunikation fraktionsübergreifend verbessern helfen. Sticheleien dürfe es im Zuge der freien Arbeit eines Rates geben, davon zeigt sich Thomas Elste überzeugt, dennoch könne unkollegiales Verhalten dem öffentlichen Ansehen des Gremiums auch schaden. Weiter möchte sich Elste für noch mehr Transparenz an dieser Stelle einsetzen; so viel wie möglich soll öffentlich beraten werden, so wenig wie nötig nichtöffentlich. In den sechs Jahren seiner Amtszeit habe er dies oft angeregt, erfreulicherweise auch durchgesetzt, erklärte er.

Dass Elste sich seiner nicht immer einfachen Position als Verfechter grüner Politik bewusst sei, auch das stellte er klar. Er könne jedoch „ein dickes Fell“ vorweisen, sei immer auf die Menschen zugegangen und habe sich bereits als ehemaliger Vorsitzender im Bund Naturschutz grüner Positionen angenommen. Engagiert hat sich Thomas Elste zudem in Sachen Klimaschutz, wo er für Maßnahmen – etwa PV-Anlagen auf Dächern kommunaler Liegenschaften – kämpft und bereits erfolgreich gekämpft hat. Ein weiteres Anliegen Elstes liegt in der Eindämmung des Flächenfraßes; zudem zeigt er sich von der Idee überzeugt, Baugrundstücke auf Peitinger Flur in kleineren Einheiten als bisher auszuweisen, damit mehr bauwillige Bürger zum Zuge kämen.

Thomas Elste ist verheiratet, das Ehepaar hat einen Sohn. 1995 sollte ihn der Weg nach Bayern führen und in der Gemeinde Peiting sesshaft werden lassen. Er hat einen Studienabschluss sowohl in Physik als auch in BWL, arbeitet aktuell als Betriebsleiter beim Wetterdienst auf dem Hohen Peißenberg, im Bereich Klimaforschung.

Spätestens da, wenn man so will, schließt sich der Kreis. Denn keinen Hehl hat der aktive Gemeinderat bereits in seiner zurückliegenden, sechsjährigen Amtszeit daraus gemacht, dass ein aktives Einsetzen für Klima und Umwelt für ihn unabdingbar sei. Dass dazu auch das Miteinander der Gesellschaft gehört, schließe sich für ihn nicht aus.

Als potentieller Bürgermeister möchte Elste das Ehrenamt respektive die Vereine, aber auch die Menschen am Rande der Gesellschaft unterstützen. „Ich sehe mich als Mensch der Tat“, so das Fazit des Kandidaten Thomas Elste. Auf diesen Weg möchte er die Bürger Peitings mitnehmen.

pae

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