Top-Plätze in der "Solarbundesliga": Erbenschwang und Ingenried ausgezeichnet

Klein, aber oho – so könnte man sagen, denn Erbenschwang, der nur 146-Einwohner zählende Ortsteil von Ingenried, hat bei der „Solarbundesliga“ den ersten Platz gemacht.

Und auch Ingenried mit den Ortsteilen Erbenschwang, Krottenhill und Huttenried schaffte einen hervorragenden vierten Platz in der Kategorie „Solarthermie“ und erzielte in der Gesamtwertung deutschlandweit einen ausgezeichneten zehnten Rang. „Das ist nicht der Verdienst der Gemeinde, sondern der Bürger, die sich so intensiv für die Solarenergie eingesetzt haben“, sagte Ingenrieds Bürgermeister Fichtl nach der Preisverleihung und freite sich sichtlich über die gute Platzierung. 1558 Gemeinde und Städte mit insgesamt 33 Millionen Einwohnern waren aus der gesamten Bundesrepublik zu dem Wettstreit „Solarbundesliga“ angetreten. In verschiedenen Wertungskategorien, wie „Klein- und Großstädte“, aber eben auch „Solarthermie“ und „Ortsteile“ traten die Kommunen gegeneinander an. Dabei galt es, so viele Punkte wie irgend möglich zu sammeln. Verliehen wurden die Preise bei der „Intersolar“, die in München vom 9. bis 11. Juni statt fand und als weltgrößte Solarmesse gilt. Drei Tage lang zogen zirka 60000 Besucher aus 145 Ländern an den 1500 Ausstellerständen vorbei, die auf rund 130000 Quadratmetern ihre Produkte und Dienstleistungsangebote anpriesen. Schwerpunkte bildeten die Ausstellungsbereiche „Photovoltaik“ und „Solarthermie“. „Energiemeister“ in der Kategorie „Ortsteile“ wurde der direkt an der B 472 gelegene kleine Ort Erbenschwang, auf dessen Dächern zurzeit 36 Photovoltaik- und 15 Thermieanlagen installiert sind. Erbenschwang errang insgesamt 3227 Punkte mit deutlichem Vorsprung vor den Ortsteilen Pirach (Gemeinde Kastl ebenfalls Bundesland Bayern mit 3010 Punkten) und Goggenbach (Gemeinde Kupferzell, Bundesland Baden-Württemberg, mit 2848 Punkten), die den zweiten beziehungsweise dritten Platz belegten. „Das ist super, dass das so gut geklappt hat. Wahnsinn!“, freute sich Erich Greißel direkt nach der Preisverleihung. Greißel ist einer der Initiatoren, die sich gleich nach der Jahrtausendwende in Ingenried und Erbenschwang die ersten Solaranlagen auf das Dach gesetzt hatten und dafür sorgten, dass die Gemeinde seit Jahren an dem Wettbewerb teilnimmt. Bereits 2008 schaffte Erbenschwang den ersten Platz in der gleichen Kategorie. Ingenried kam mit seinen Ortsteilen in der Kategorie „Solarthermie“ auf einen hervorragenden vierten Platz und musste sich nur den Gemeinden Schalkham (Bayern), Braunsdorf (Thüringen) und Schwerbach (Rheinland-Pfalz) geschlagen geben. Deutschlandweit schafften die Ingenrieder den zehnten Platz und bayernweit konnte sogar der fünfte Rang in der Gesamtwertung gesichert werden.

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