Hoffnungsträger im Aufwind

Tourismusverein Schongau vermeldet gestiegene Übernachtungszahlen

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Geht es um die Belebung der Altstadt, gilt der Tourismus oft als großer Hoffnungsträger. Jüngst vermeldete der Tourismusverein einige Erfolge.

Schongau – Für die Belebung der Altstadt beispielsweise gilt er häufig als großer Hoffnungsträger: der Tourismus. Nun legte der Tourismusverein Schongau seine Zahlen fürs Jahr 2018 vor – und diese lassen stellenweise durchaus positiv aufhorchen.

Die Übernachtungen, die der Tourismusverein unter seinen Mitgliedern erfasst hat, weisen ein ordentliches Plus auf: 26.671 sind es 2018 gewesen und damit 9,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der genauere Blick zeigt, dass die gewerblichen Anbieter, deren Kapazität bei 177 Betten liegt, sogar um 13,9 Prozent an Übernachtungen zulegen konnten. Sie registrierten derer 25.046 – das entspricht einer Auslastung von 39,3 Prozent – und glichen damit das im Vergleich zum Vorjahr um 32,1 Prozent geringere Ergebnis aus, auf das die privaten Anbieter kamen. „In den letzten Jahren haben aus Altersgründen oder aufgrund von Eigenbedarf einige private Gastgeber die Vermietung aufgegeben“, erklärt Tourismusverein-Geschäftsführerin Ursula Diesch dieses Einbrechen. Auf dem Schongauer Wohnmobilplatz seien nochmals rund 6.000 Übernachtungen erfasst worden.

Vor allem deutsche Besucher, die Schongau als Ziel für ihre Ausflüge und Urlaube wählen, sorgten für die gestiegene Nachfrage. Ebenso wie die gute wirtschaftliche Lage, analysiert Diesch. Dass mehrere Rad-, Wander- und Pilgerwegen durch Schongau führen, trage dazu bei, dass viele Besucher in die Lechstadt kommen. „Der Trend zum Radeln und Wandern ist nach wie vor gegeben“, benennt Diesch ein Urlaubsverhalten, das Schongau als Destination reizvoll mache.

An der frischen Luft finden passend dazu auch zwei Angebote statt, die der Tourismusverein selbst unter seiner Regie hat und als Erfolgsgeschichten verbucht: die Erlebnisführungen und das Lechfloß.

Die Vermarktung der Altstadt im Rahmen von Führungen bezeichnet der Verein als intensiv. Zehn Guides bewerkstelligten im Jahr 2018 189 Touren, an denen 3.388 Gäste teilnahmen. Dazu tragen die regelmäßigen Freitagstermine ebenso bei, wie eigens vereinbarte Angebote für angemeldete Gruppen, spezielle Themenführungen oder die Begleitung zu Zielen im Umland – vor allem die Wieskirche sei hier zu nennen.

Das Lechfloß nahm in seinem Premierenjahr 2017 bei 35 Fahrten 1.011 Passagiere an Bord auf. 2018 toppte die damals erzielten Werte nochmals deutlich: Weil Vereine und Unternehmen zahlreiche eigene Gruppenfahrten buchten, legte das Floß 75 mal am Lido ab; mit dabei waren 2.609 Gäste. Die im Stadtrat häufig geäußerte Hoffnung, die Altstadt möge vom Besuch Auswärtiger profitieren, sieht der Tourismusverein bestätigt: Die Gäste des Lechfloßes „nutzen die Gastronomie und besuchen die Altstadt“.

ras

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