Neue Technik muss her

Dringender Sanierungsbedarf bei Bernbeurens Trinkwasserversorgung

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Die Trinkwasserversorgung in Bernbeuren wird den dortigen Gemeinderat voraussichtlich noch eine ganze Weile beschäftigen.

Bernbeuren – Die Wasserversorgung im Ort wird den Bernbeurer Gemeinderat in nächster Zeit noch öfter beschäftigen. Die etwa 30 Jahre alte Trinkwasserversorgung muss nämlich dringend saniert werden. Die Kosten dafür, so schätzt Bürgermeister Martin Hinterbrandner, liegen im hohen sechsstelligen Bereich.

Das klinge jetzt erst mal extrem viel, so der Rathauschef, in Anbetracht dessen, was alles erneuert werden müsse, sei das wiederum relativ. Das Gesamt­sanierungskonzept und die Kosten seien auf drei Jahre ausgelegt. Alle Arbeiten müssen im laufenden Betrieb passieren. Insgesamt hofft Hinterbrandner aber auf eine zügige Umsetzung und einen Baubeginn im August oder September.

Einer, der die Ersterstellung bereits betreut und geplant hat, ist Ingenieur Peter Deub­zer. Er wurde jetzt, ebenso wie Hans-Peter Petz aus Ingenried, mit der Planung und Umsetzung beauftragt. Als erstes sollen die beiden Hochbehälter dran sein. Wasser- und Bautechnik müssen dann folgen. Ans Leitungsnetz müsse man nicht ran, so das Gemeindeoberhaupt.

Auch bei der Steuerungstechnik muss dringend etwas passieren. „Damals hat man auf bewährte Technik gesetzt – und nicht auf die neueste“, sagt Hinterbrandner. Da ist es klar, dass sich in den letzten 30 Jahren einiges getan hat. Hier will man jetzt auf moderne, neue Technik setzen.

Die ein oder andere Pumpe müsse ebenfalls erneuert werden. „Pumpstationen braucht Bernbeuren natürlich einige“, so der Rathauschef. Das liegt zum einen daran, dass die Gemeinde viele Weiler hat, zum anderen an den großen Höhenunterschieden. Insgesamt müssten sieben neue Pumpen her, so Hinterbrandner.

Bei der Umsetzung hofft der Gemeindechef auf raschen Vollzug. Da diesbezüglich auch Arbeiten am Auerberg anstehen, müsse natürlich eine vernünftige Jahreszeit gewählt werden. Er peilt einen Baubeginn im August oder September an.

Mit dem Startschuss aber nicht genug. Der Gemeinderat wird sich noch öfters mit diesem Thema auseinandersetzen und Entscheidungen treffen müssen. Auch im Hinblick auf die Folgekosten. „Momentan lesen wir im Brunnenhaus händisch ab“, sagt Hinterbrandner. Bezüglich einer neuen Technik müsse man daher auch die Personalkosten im Auge behalten.

Insgesamt sieht er in der Trinkwasserversorgung aber ein interessantes und spannendes Thema. „Da kann der Gemeinderat richtig mitgestalten“, sagt Hinterbrandner.

asn

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