"MusiConnect"-Premiere gut besucht:

Messe mit Festivalfeeling

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Von Klassik bis zu Hardrock, Blasmusik und Jazz: Rund 3.400 Gäste besuchten am Wochenende die Premiere der „Musiconnect“ in Schongau und Altenstadt.
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Von Klassik bis zu Hardrock, Blasmusik und Jazz: Rund 3.400 Gäste besuchten am Wochenende die Premiere der „Musiconnect“ in Schongau und Altenstadt.
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Von Klassik bis zu Hardrock, Blasmusik und Jazz: Rund 3.400 Gäste besuchten am Wochenende die Premiere der „Musiconnect“ in Schongau und Altenstadt.
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Von Klassik bis zu Hardrock, Blasmusik und Jazz: Rund 3.400 Gäste besuchten am Wochenende die Premiere der „Musiconnect“ in Schongau und Altenstadt.

Schongau/Altenstadt – Ausprobieren, fachsimpeln, gemeinsam Neues lernen und bekannten Musikern lauschen: Die Organisatoren der „Musiconnect“, die von Freitag bis Sonntag in Altenstadt und Schongau stattfand, warteten mit einem abwechslungsreichen Programm auf. Nicht nur erfahrene Musiker, sondern auch Einsteiger fanden an zwei Locations alles, was das Musikerherz begehrt. Klaus Kirstein, der die Messe mit seinem Team veranstaltete, ist zufrieden angesichts der rund 3.400 Gäste.

Eigentlich sollte es nur ein familiäres Fest zum 30-jährigen Bestehen des Musikhauses werden. „Ein Zelt vor dem Geschäft mit etwas Programm“, war die erste Idee, die Geschäftsführer und Firmengründer Kirstein zunächst im Kopf hatte. Doch bereits nach den ersten Anfragen bei potenziellen Ausstellern war klar: Es bleibt nicht bei einem kleinen Beisammensein, sondern es wird richtig aufgetrumpft. Und so nahmen die Planungen Fahrt auf. Immer mehr Aussteller sagten zu – kleine Marken ebenso wie bekannte Branchengrößen. Zusätzlich galt es, ein passendes Rahmenprogramm zu gestalten. Bands und Künstler – von Klassik bis zu Hardrock, Blasmusik und Jazz – und Workshopleiter fanden sich schnell. So war das Programm, das am vergangenen Wochenende präsentiert wurde, beachtlich.

Vor allem durch den Onlinehandel ist der Kundenstamm von Kirstein in den letzten Jahrzehnten stetig gewachsen. Das Musikhaus ist ein Begriff für Musiker aus ganz Europa. Dass auch die Menschen in der Umgebung auf den Laden aufmerksam werden, war neben einer gelungenen Messe eins von Kirsteins Zielen. „Ich habe schon Musiker aus Bernbeuren getroffen, die nicht mal wussten, dass es uns gibt“, sagt der Geschäftsführer. „Man soll uns als Musikhaus Kirstein wahrnehmen und unsere lokale Präsenz bemerken“, fügt er hinzu.

Mit der „Musiconnect“ scheint dieser Wunsch in Erfüllung gegangen zu sein. Auf den stets gefüllten Parkplätzen neben dem Messezelt waren an etwa der Hälfte der Autos einheimische Kennzeichen zu entdecken; die andere Hälfte kam aus ganz Deutschland. Kein Wunder: „Eine vergleichbare Messe gibt es derzeit keine im süddeutschen Raum“, ist sich Kirstein sich über das Alleinstellungsmerkmal bewusst.

Schon am Freitagabend ging es mit einer tosenden Party los, zu der ins Festzelt rund 1.000 Besucher kamen und sich musikalisch mit „Muckasäck“ auf das Wochenende einstimmten. Weiter ging es dann am Samstagvormittag mit der Messe selbst. Bereits ab 10 Uhr füllten sich die Stände. Im Festzelt war das Misch­pult schon am Morgen umringt von einer Schar Wissbegieriger, die beim „Live Mixing Workshop“ eindrucksvoll präsentiert bekamen, wie der Klang einer Band sich durch das feinfühlige Abstimmen der Tonregler wandeln kann. Im Anschluss reihte sich auf der großen Bühne Band an Band. Bis 23 Uhr gab es zehn verschiedene Liveacts zu hören. Parallel dazu fanden auf der kleineren Bühne im Messezelt verschiedene Workshops statt, die durchwegs sehr gut angenommen wurden. Ob Ukulele, Didgeridoo oder Klavier: Hier konnte jeder noch etwas lernen. Außerdem gab es zahlreiche Präsentationen der neuesten Instru­mententrends.

Im Laden in Schongau wurden ebenfalls Kurse und Präsentationen angeboten, begleitet von der fachkundigen Beratung der Kirstein-Mitarbeiter. Die gerieten ob des Ansturms nahezu an ihre Grenzen. „Wir standen kurz vor dem Kollaps“, berichtet Geschäftsführer Kirstein. Kurzerhand wurde sogar ein Sicherheitsmann an die Tür gestellt, der die Massen bändigte. „Wir hätten sonst nicht mehr überblicken können, wer etwas raus oder reinträgt.“ Verkauft wurde nicht nur hier viel, auch die Aussteller, so berichtet Kirstein, seien mit ihrem Absatz durchweg zufrieden. „Es gab sogar mehrere Besucher, die sich spontan ein Klavier gekauft haben. Das ist eher ungewöhnlich“, staunt Kirstein.

Am Sonntag ging es mit Blasmusik im Altenstädter Festzelt weiter; an den anderen Schauorten gab es wieder Workshops, Präsentationen und Livemusik. Ein absoluter Publikumsmagnet – gerade für weit gereiste Fans – war die „Blaskapelle Gloria“. „Was Mick Jagger im Rock ist, sind die in der Blasmusik“, erklärt Kirstein.

Im Messezelt selbst stand das Equipment im Vordergrund. Saxophone, Klaviere, Gitarren, Schlagzeuge, Trompeten, Alphörner, Didgeridoos, Akkordeons und noch viele Instrumente mehr: Die über 100 präsentierten Markenhersteller hatten für die Besucher eine große Auswahl dabei. Von günstigen Einsteigervarianten bis hin zum kostspieligen Profiinstrument durfte hier ausprobiert, verglichen und gekauft werden. Auch Zubehör wie Boxen, Showequipment, Noten, Pflegemittel oder Ansatztrainer baten die Aussteller zu Messepreisen feil. Schnäppchenjäger konnten nicht nur im Messezelt fündig werden, sondern auch auf dem Musikerflohmarkt und beim Lagerverkauf vor dem Zelt, wo es auch Unterhaltungsprogramm für Kinder gab.

„Wir wussten nicht, ob die Messe hier funktionieren wird“, gesteht Kirstein anfängliche Bedenken, „doch wir sind positiv überrascht und sehr zufrieden.“ Immer wieder sei er gefragt worden, ob die Messe eine wiederkehrende Veranstaltung werden könnte. „Das kann ich im Moment noch nicht beantworten“, hielt er sich mit einer Zusage mitten in den Abbauarbeiten noch zurück, „aber wir werden darüber nachdenken und schließen eine Wiederholung nicht aus.“ 

Ursula Gallmetzer

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