Präzisierte Kriterien

Wer in Peiting bei knappen Kitaplätzen zum Zug kommt

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Wenn die Plätze im Kindergarten knapp werden, entscheidet eine Kriterienliste darüber, welche Familien zum Zuge kommen.
  • VonJohannes Jais
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Peiting – Präzise ausformuliert sind nun die Kriterien, die bei der Aufnahme in eine Kindertagesstätte des Marktes Peiting zutreffen. Die Formulierung „Familien in einer besonderen Notlage“ wird in der geänderten Satzung erst an sechster Stelle genannt. Bisher war dies als Punkt drei gelistet. 

„Hier wollen wir uns einfach besser aufstellen“, führte Geschäftsleiter Stefan Kort die Gemeinderäte ins Thema der Satzungsänderung ein. Zum Beispiel werden die Bring- und Abholzeiten genauer gefasst. Damit wolle man ein „Kommen und Gehen den ganzen Vormittag über“ vermeiden, wobei das in jedem Kindergarten anders sein könne. In Birkland reiche ein kürzeres Zeitfenster als im vergleichsweise großen Therese-Peter-Kinderhaus. Ein weiterer Punkt ist, dass bei einer besonderen, nachgewiesenen Härte die Frist bei der Abmeldung auf zwei Wochen zum nächsten Monat hin verkürzt werden kann. Das soll greifen, wenn sich kurzfristig bei Eltern die Arbeitszeit ändert oder eine sonstige Notlage plötzlich eintritt. Für eine Änderung bei den Buchungszeiten ist ein gewisser Vorlauf nötig. Das geht zum Januar, zum April, zum Juli und zum September, wobei mindestens vier Wochen vorher informiert werden muss.

Vorrang bei der Aufnahme in einen gemeindlichen Kindergarten haben Kinder, deren Familien in der Gemeinde Peiting wohnen. Sind nicht genügend Plätze verfügbar, so wird die Auswahl nach einer gewissen Reihenfolge getroffen, bei der nun Änderungen vorgenommen worden sind (siehe Infokasten). Die Präzisierung der Kriterien sei, so Kort, auch eine Hilfe für die Leiterinnen in den Tagesstätten und letztlich auch für die Verwaltung.

Marion Gillinger (ÖDP) fragte, warum der Punkt zu den Familien in einer besonderen Notlage von Platz drei genommen und in der neuen Fassung auf Platz sechs gesetzt wurde. Darauf antwortete Geschäftsleiter Kort, dass auch die Punkte davor eine soziale Notlage darstellen, aber dass sie nunmehr präzise beim Namen genannt werden.

Die Änderungen in der Satzung greifen zum September, wenn das neue Kindergartenjahr beginnt. Dies gilt für die Einrichtungen der Gemeinde, aber nicht für Tagesstätten der Caritas und der Kinderhilfe Oberland, die es in Peiting auch gibt.

Norbert Merk, Kindergarten-Referent der Gemeinde, sprach davon, dass die aktualisierte Satzung „mit Augenmaß“ ausgearbeitet worden sei. Für den Begriff Notlage brachte er ein Beispiel: Da habe seine Frau, die plötzlich einen Pflegefall übernehmen musste, das Kind schnell zur Betreuung in die Kita geben können, worüber man „heilfroh“ gewesen sei.

Kriterien zur Aufnahme in eine Kindertagesstätte des Marktes Peiting

Gab es bisher vier Punkte, so sind es nunmehr in der geänderten Satzung gleich neun Kriterien bei der Entscheidung darüber, welche Kinder bei der Aufnahme Vorrang haben. So sieht die Reihenfolge aus:

• Kinder, die nächsten Jahr schulpflichtig werden;
• Kinder, bei denen beide Eltern bzw. der/die Alleinerziehende erwerbstätig ist;
• Kinder, für deren Entwicklung der Besuch einer Kindertageseinrichtung geboten ist – das kann auch der Fall sein, wenn dazu ein Hinweis vom Jugendamt kommt;
• Kinder von Alleinerziehenden oder von Eltern, die eine Ausbildung oder eine Eingliederungsmaßnahme absolvieren;
• Kinder, die einer besonderen sprachlichen Förderung bedürfen;
• Buben und Mädchen, deren Familien sich in einer besonderen Notlage befinden;
• Kinder, deren Geschwister bereits in der Einrichtung betreut werden;
• Kinder, die im umliegenden Wohngebiet der Einrichtung zu Hause sind;
• Sonstige Kinder; das können dann z.B. Buben und Mädchen aus Schongau und Hohenpeißenberg sein.

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