Überschwemmungen am Bühlach: 

Nachfassen für Neubau des Marienheims

Bühlach Peiting Überschwemmung
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Wie in ganz Peiting war nach den Regenfälle der letzten Wochen auch in der Bühlachstraße Land unter. Wie sich das auf den Neubau des Marienheims auswirkt, ist nun die Frage.
  • VonRasso Schorer
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Peiting – Die öffentliche Auslegung hinsichtlich der 2. Änderung des Flächennutzungsplans sowie des Bebauungsplans Nr. 88 „Sondergebiet am Bühlach“ ist gestoppt. Die Wolkenbrüche der vergangenen Woche veranlassen die Gemeinde dazu, sich nochmals der Regenwasserbeseitigung anzunehmen. Was bedeutet das fürs Marienheim? 

Kritiker des Neubaus an diesem Standort hatten immer wieder gemahnt, dass am Bühlach umso mehr Land unter drohe, je mehr Fläche dort versiegelt wird. Nun dürften sie sich bestätigt sehen, angesichts der großen Wassermassen, die vergangene Woche den Hang hinabliefen. Die Starkregenereignisse überfluteten den Bachgraben entlang des Bühlachwegs, das Nass lief in größeren Mengen in die Bühlachstraße.

Treffende Anmerkungen

„Auf die schwierige Situation hatten Anlieger auch im Zuge der 1. öffentlichen Auslegung hingewiesen“, teilte Bürgermeister Peter Ostenrieder am Dienstag gegenüber der Presse mit. Ihre Anmerkungen erwiesen sich nun als „sehr treffend“. Wie sehr, das habe auch das Rathaus und das Wasserwirtschaftsamt überrascht. Da bis dahin jedoch keine größeren Probleme bekannt gewesen seien, hatten sie seinerzeit aber keinen Einzug in die Unterlagen, den Flächennutzungsplan- oder den Bebauungsplan-Entwurf gefunden. „Die neuen Erkenntnisse heißt es jetzt genau anzuschauen und zu bewerten“, erklärt Ostenrieder.

»Normal« oder »extrem«?

Eigentlich sollte der Kanal für die ‚normale Regenwasserentsorgung‘ ausreichen“, schildert der Bürgermeister. Ein extremes Starkregenereignis werde vermutlich kein Kanal rückstandslos aufnehmen können, „aber wir wollen das Risiko so minimal halten wie möglich.“ Doch welcher Kategorie waren die Wolkenbrüche, die da über Peiting herniedergingen, überhaupt zuzuordnen: „normales“ oder „extremes Regenereignis“?

Diese eigens einzuholende Bewertung wirke sich auf die zu treffenden Maßnahmen aus, die gegebenenfalls weiter reichen müssten als ursprünglich geplant, so der Bürgermeister. Womöglich liegt die Lösung aber auch näher: Dann, wenn der bestehende Kanal schlicht stellenweise zugewachsen wäre.

Zu prüfen gibt es nach den Überschwemmungen der letzten Woche also vieles. Aus diesem Grund verständigten sich der Markt Peiting und die Bauherrin, die AWO Oberbayern, die öffentliche Auslegung sofort zu stoppen, die Abwägungen neu zu fassen und etwaige Schritte wie Rückhaltungs- und kanaltechnische Maßnahmen auch in die dann nochmals zu erfolgende Auslegung einzuarbeiten.

Dem zwischenzeitlichen Rückschlag gewinnt Ostenrieder auch positive Aspekte ab: „Das ist zwar jetzt ärgerlich, aber wir sind froh, dass wir hier nun rechtzeitig reagieren können, bevor das Bauvorhaben in Angriff genommen wird.“

Kein großer Verzug

Ein großer Zeitverzug sei nicht zu erwarten. Die zweite Auslegung werde dann erneut über den Monat August erfolgen, sodass planmäßig nach den Sommerferien der Bebauungsplan als Satzungsbeschluss gefasst werden könne.

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