Start im Herbst

Umbau des Pfarrhofs in Bernbeuren

Pfarrhof Bernbeuren
+
Seit 2018 wirkt Pfarrer Thaddäus Biernacki in der Pfarreiengemeinschaft, nach Bernbeuren ziehen konnte er bisher aber nicht. Das soll sich mit dem Umbau des Pfarrhofs ändern.

Bernbeuren – Die Planungen für den Umbau und die Sanierung des Pfarrhofs in Bern­beuren dauern schon sehr lange. Gründe hierfür sind laut Kirchenverwalter Harry Behne die nötigen Genehmigungen und Abstimmungen mit den Behörden wie dem Denkmalschutz und die Prüfung der Finanzierbarkeit durch die Diözese. Jetzt erfolgt der nächste Schritt: Die Ausschreibungen der einzelnen Gewerke gehen in den nächsten Tagen raus und der eigentliche Baubeginn wird mit Mitte September angesetzt – die voraussichtliche Fertigstellung dann Ende Februar 2022. 

Mittlerweile werden rund 740.000 Euro an Kosten veranschlagt, wobei die „derzeitigen Preissteigerungen und der Materialmangel noch eine große Sorge“ darstellen, so Behne. Das Pfarrbüro ist bereits in das Pfarrheim nebenan umgezogen und ein Stuckateur hat die Decken auf Hohlräume überprüft und diese verfüllt, damit Decke und Putzträger wieder fest miteinander verbunden sind.

Die Stellen wurden hierfür zuerst mit Punkten markiert und später mit dünnen Röhrchen und einer Spritze bearbeitet. Je nach Alter der Decken kamen hierbei auch unterschiedliche Träger wie beispielsweise Schilfrohrmatten zu Tage.

Ziel des grundlegenden Umbaus sei eine klare Trennung des zentralen Pfarrbüros und den Privaträumen des Pfarrers. Der Verwaltungsleiter erklärte hierzu, dass der größte Eingriff die Entfernung des offenen Treppenaufgangs in der Mitte des Gebäudes sei und dafür in einen kleinen Nebenraum ein abschließbares Treppenhaus gebaut werde, damit die öffentlichen Räume nicht mit der Wohnung des Priesters verbunden seien.

Jedes Geschoss hat zirka 170 Quadratmeter Fläche, wobei im Erdgeschoss dann künftig nur noch die Büroräume, ein Besprechungszimmer, ein Amtszimmer, ein Raum für einen Pastoralen Mitarbeiter und die Technik liegen werden. Im ersten Obergeschoss wird sich die Wohnung des Geistlichen befinden und im zweiten wird durch die teilweise Versetzung von Wänden eine sinnvolle Nutzung für eine weitere Wohnung einer Haushälterin und für das Archiv geschaffen.

Denkmalschutz

Da der ganze rund 300 Jahre alte Pfarrhof pastoralen Zwecken dient, wird die Bausumme komplett von der Diözese Augsburg übernommen. Ständige Absprachen mit dem Denkmalschutz beeinflussen sowohl den zeitlichen Ablauf als auch die Kosten und Behne stellte klar, dass bei einem denkmalgeschützten Gebäude anders als im privaten Bereich nicht nach pragmatischen und wirtschaftlichen Aspekten entschieden werden kann.

Im Zuge der Umbauarbeiten werde jeder Raum auch saniert, so dass im Anschluss einem Umzug von Pfarrer Thaddäus Biernacki nichts mehr im Wege steht. Seit 2018 ist dieser zwar Priester in der Pfarreiengemeinschaft Auerberg, aber Biernacki wohnt derzeit immer noch in seiner alten Wirkungsstätte in Bidingen.

Kathrin Zillenbiehler

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Parkplätze auf dem Hohen Peißenberg werden kostenpflichtig
Schongau
Parkplätze auf dem Hohen Peißenberg werden kostenpflichtig
Parkplätze auf dem Hohen Peißenberg werden kostenpflichtig
Schongauer Tobias Kalbitzer bei »Wer wird Millionär?«
Schongau
Schongauer Tobias Kalbitzer bei »Wer wird Millionär?«
Schongauer Tobias Kalbitzer bei »Wer wird Millionär?«
Echelsbacher Brücke: Hangrutsch an der Ammerschlucht 
Schongau
Echelsbacher Brücke: Hangrutsch an der Ammerschlucht 
Echelsbacher Brücke: Hangrutsch an der Ammerschlucht 
»Ein Kalle tut jedem Wahlkampf gut«
Schongau
»Ein Kalle tut jedem Wahlkampf gut«
»Ein Kalle tut jedem Wahlkampf gut«

Kommentare