Umbau Schulzentrum Schongau

Schöne, neue Grundschule

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Schmucker Anblick: Erstmals wurden im Stadtrat Computeraniomationen vorgestellt, wie die neue Grundschule (vorne die neue Turnhalle) einmal aussehen wird.

Schongau – Der Umbau des Schongauer Schulzentrums wird konkret. Während die ersten Vorarbeiten auf dem Gelände bereits angelaufen sind, wurde im Stadtrat jetzt der aktuelle Planungsstand des 17 Millionen Euro teuren Grundschulneubaus vorgestellt.

Im Vergleich zum vergangenen November, als Architekt Franz Balda den Räten den ersten Planungsentwurf präsentiert hatte, gab es nur einige kleinere Änderungen. Die betrafen etwa die Turnhalle, wo die Umkleiden im Erd- statt im Untergeschoss untergebracht werden sollen. Der so gewonnene Platz soll für Geräteräume und Hausmeisteraum genutzt werden. 

Auch die Küche wurde umgeplant. Sie ist jetzt so ausgelegt, dass von hier das gesamte Schulzentrum bekocht werden kann. Im Hort wurde zudem die Anordnung der Räume geändert. 

Ein grundsätzliches Problem sah Gregor Schuppe. Angesichts der zuletzt prognostizierten steigenden Schülerzahlen fürchtete der ALS-Stadtrat, dass die Zahl der Klassenzimmer schon beim Bezug des Neubaus nicht ausreichen werde. 

Bauamtsmitarbeiter Sebastian Dietrich gab zu bedenken, dass man bereits ein Klassenzimmer als Reserve eingeplant habe und man daher mit der Planung „nicht weit entfernt“ sei. Sollte die Kapazität wider Erwarten dennoch nicht ausreichen, sei langfristig eine Erweiterung dank der Modulbauweise problemlos möglich. 

Keinen Erfolg hatte Markus Wühr (CSU) mit seiner Forderung, mehr Kellerräume zu schaffen. Dies mache aufgrund der hohen Kosten keinen Sinn, wandte Balda ein. Zumal es ohne Bedarf keine Förderung gebe. 

Problem Stellplätze 

Neben dem Thema Belüftung, die in dem neuen Gebäude über eine automatische Anlage erfolgen soll, sorgte vor allem der Punkt Parkplätze für Diskussionen. Um das Defizit von bis zu 200 Stellplätzen auszugleichen, plant die Stadt das nördlich der Marktoberdorfer Straße gelegene Gelände, das derzeit noch von der Gärtnerei May genutzt wird, zum Parkplatz auszubauen. Dieser könnte, so die Idee, für Altstadt-Besucher als Alternative zum stark frequentierten Fanschuh-Parkplatz dienen. 

Davon hielt Gregor Schuppe allerdings nichts. „Wer in die Altstadt will, parkt nicht am May-Gelände“, stellte er fest und forderte, stattdessen lieber den Fanschuh-Parkplatz etwa mit einem Parkdeck auszubauen. Ob diese Idee durchsetzbar ist, scheint angesichts der Kosten allerdings fraglich. „Da liegen wir bei 15000 Euro pro Stellplatz. Normal sind 2000 Euro“, gab Dietrich zu bedenken. 

Doch auch Paul Huber (CSU) wollte das seiner Meinung nach „schöne Eck“ May-Gelände nicht opfern. Bettina Buresch (ALS) sorgte sich um die Zufahrt, die ohne Kreisverkehr nicht sicher sei. Sie schlug vor, den Lehrer-Parkplatz an den Volksfestplatz zu verlegen. „Der Fußweg ist zumutbar.“ Eine Lösung ist vorerst nicht in Sicht. 

Ebenfalls unklar ist noch, wie es mit der Mittelschule weitergeht. Dort soll jetzt zuerst untersucht werden, ob eine Generalsanierung nötig ist. Falls ja, könnte sie den geplanten Um- und Anbau überflüssig machen.

Christoph Peters

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