Weg an der Peitnach umbenannt

Aus Badweg wird Marie-Juchacz-Weg

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Idyllisch gelegen: der Weg entlang der Peitnach. Er erhält den Namen der Gründerin der AWO Marie Juchacz.

Peiting – Der Weg entlang der Peitnach, der von der Ammergauer Straße am Wellenbad vorbei Richtung Süden führt und allgemein als Badweg bekannt ist, wird nach Marie Juchacz benannt. Das haben die Gemeinderäte in der September-Sitzung bei einer Gegenstimme so beschlossen.

Marie Juchacz war 1919 die Begründerin der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Vor 100 Jahren hatte die Sozialdemokratin als erste Frau im Reichstag eine Rede gehalten. Der AWO-Ortsverband Peiting um Gunnar Prielmeier nahm dies zum Anlass, auch für Peiting einen Marie-Juchacz Weg vorzuschlagen.

Beim ersten Vorstoß Prielmeiers (SPD) Anfang des Jahres kam von der CSU und anderen Fraktionen deutlicher Gegenwind. CSU-Fraktionssprecher Peter Ostenrieder war nicht generell gegen eine Benennung, wollte sie aber an anderer Stelle – z.B. wenn in einem neuen Wohngebiet eine Straße gebaut wird. Andere Räte verwiesen darauf, dass es noch namenlose Wege in Peiting gebe.

Doch im Juli lenkte Ostenrieder ein. Seine Begründung war: Man sei einverstanden, dass die Hinweistafel passend zum Jubiläum 100 Jahre AWO noch heuer aufgestellt werde. Nun wurde dazu im Marktgemeinderat entschieden.

Der Badweg wird also zum Marie-Juchacz-Weg. Eine Gegenstimme gab es. Die kam von Alfred Jocher. „Ich will keine Schongauer Verhältnisse“, kommentierte der Gemeinderat von den Unabhängigen und nahm Bezug auf die Diskussion in der Lechstadt, wo es heftige Reaktionen auf den Beschluss gab, den Platz am ehemaligen Polizeigebäude beim Münztor nach Marie Juchacz zu benennen (lesen Sie dazu Seite 2).

Zugleich verwies Jocher darauf, dass aus dem Rathaus eine Übersicht mit allen namenlosen Wegen in Peiting vorgelegt werden solle. Die wolle er abwarten. Bürgermeister Michael Asam erklärte, die Aufstellung zu den noch unbenannten Wegen sei nicht vom Tisch.

Schon vor mehr als 15 Jahren hatten die Peitinger Heimatfreunde Vorschläge für geeignete Namen eingebracht. Ein weiteres Anliegen ist auch die Zusatzbeschilderung, damit jeder den Namen zuordnen kann. Gemeinderat Gerhard Heiß brachte dazu als Beispiel die Dr. Kisselmann-Straße im Zusammenhang mit dem Agfa-Werk Peiting.

Die Idee eines Auwiesenweges soll ebenfalls nicht in der Schublade verschwinden. Dieser könnte z.B. am südlichen Ortsende an den Marie-Juchacz-Weg anknüpfen und bis nach Kurzenried zum Saliterhof führen. 

jj

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