B 472 führt nicht mehr über Hohenwarter Kurve

Freie Fahrt auf neuer Strecke

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Rathauschef Thomas Dorsch, Hohenpeißenberg (li.), und seine Peißenberger Amtskollegin Manuela Vanni freuten sich ebenso wie Alois Stapf und Sven Maertz vom Staatlichen Bauamt über die neue Verbindung zwischen den beiden Gemeinden.

Hohenpeißenberg/Peißenberg – „Freie Fahrt“ heißt es seit Anfang dieser Woche auf einem Teilstück der neuen B 472 zwischen Peißenberg und Hohenpeißenberg.

Mit der Eröffnung des dreistreifigen und nach modernsten Standards ausgebauten Streckenabschnitts rollt der Fern- und Pendlerverkehr künftig nicht mehr über die unfallträchtige Hohenwarter Kurve.

Rund 15 Monate dauerten die Bauarbeiten für die Trasse zwischen den Anschlussstellen „Peißenberg-West“ und „Hohenpeißenberg-Ost“. Nach der für das Jahr 2016 anvisierten Fertigstellung der gesamten Hohenpeißenberger Ortsumfahrung wird der Überholabschnitt auf der Steigungsstrecke 1,8 Kilometer betragen und sogar über die neue Abzweigung hinausreichen. 

 Zunächst aber mündet der Verkehr noch in die alte B 472 in Richtung Hohenpeißenberg. Die bestehende Fahrbahn in der Hohenwarter Kurve soll bis zum Ende des Jahres zu einem Parallelweg umgebaut werden. Das Teilstück der alten B 472 zwischen Hohenwart und der Anschlussstelle „Ost“ soll hingegen im kommenden Frühjahr renaturiert werden – in- klusive des Radwegabschnittes –, was im Peißenberger Rathaus allerdings kritisch beäugt wird.

Die Verkehrsfreigabe ist ein erster Meilenstein im Zuge der Bauarbeiten an der 5,2 Kilometer langen und knapp 34 Millionen Euro teuren Hohenpeißenberger Ortsumgehungsstraße. Entsprechend erleich- tert zeigte sich der Rathauschef Thomas Dorsch am vergangenen Montag bei der offiziellen Teil­öffnung: „Auch wenn unser Ort damit noch keine direkte Entlastung hat, freut man sich über jeden Fortschritt. Das ist eine tolle Sache nach all dem Zirkus.“

Aufgrund von Hangrutschungen im Bereich Hohenwart mussten die Planer immer wieder nachbessern, was zu zeitlichen Verzögerungen geführt hat (wir berichteten). Nun aber soll es zügig vorangehen und im neuen Jahr als nächstes der Abschnitt zwischen der Eierbachbrücke und der Anschlussstelle „Ost“ in Angriff genom- men werden.

Von Bernhard Jepsen

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