Wartezeiten drohen

"Recht große Verkehrsbehinderungen" in Schongau

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Der Abbruch des Haindl-Eckhauses könnte vorübergehend für die ein oder andere Minute Wartezeit sorgen.

Schongau – „Umfangreiche Maßnahmen, die im Herbst anstehen“, sieht Martin Blockhaus vom städtischen Tiefbau auf Schongau zukommen. Entlang der Bahnhofstraße wollen Stadt und Staatliches Bauamt ihre Pläne, neuralgische Punkte zu entschärfen und Verbesserungen für die Fußgänger herbeizuführen, zeitnah in die Tat umsetzen. Planmäßig losgehen soll es im September. Wenn alles glatt läuft, sind die Arbeiten im November abgeschlossen. Doch wer diese übernimmt ist noch unklar – und damit auch, ob der Startschuss überhaupt zum anvisierten Zeitpunkt fallen kann.

„Wir erwarten recht große Behinderungen und bitten um Verständnis“, schickte Blockhaus seinen Ausführungen in der jüngsten Stadtratssitzung voraus. Eine zentrale Rolle in den gemeinsamen Plänen von Stadt und Staatlichem Bauamt spielt die Modernisierung der Ampelanlagen an Spinne, Münztor und Butterwerk. Eine intelligente Schaltung soll den Verkehrsfluss entlang der wichtigen Verkehrsader besser moderieren. Daran gekoppelt sind neue Fußgängerampeln am Jugendheimweg, beim Lidl in Richtung La Perla und direkt westlich vor der Spinne hinüber zum Maxtor.

Damit einher gehen weitere Maßnahmen: Zusätzliche oder neue Verkehrsinseln sind vor dem Münztor und auf Höhe Dänisches Bettenlager geplant, im Kreuzungsbereich Kastanien- und Buchenweg; ferner ein Tropfen bei der Esso, Einmündung Hermann-Ranz-Straße. Das Ziel: Fußgängern den Überweg erleichtern und den Verkehr in geregelte Bahnen lenken.

Auch der Straßenbelag selbst wird von der Spinne bis zur Einmündung Kastanien- und Buchenweg auf Vordermann gebracht. Flüsterasphalt entlang der Haupttrasse soll mindestens zehn Jahre lang für eine reduzierte Geräuschkulisse sorgen. „Wie viel Wirkung das auf die Immission entfaltet, wird sich zeigen“, so Blockhaus. Noch nicht ganz klar ist auch, wie weit der neue Asphalt in die an die Kreuzungen angrenzenden Straßen hinein aufgetragen wird.

In Eigenregie stemmt die Stadt in Anbetracht der günstigen Gelegenheit die Sanierung der Maxtor-Auffahrt – hier ohne Flüsterasphalt – und der Rechtsabbieger-Spur zum Münztor, wo noch nicht über den Belag entschieden wurde.

"Extrem angespannt"

In die Vollen gehen sollen die Arbeiten von September bis November. Vorausgesetzt, die bis zum 10. August laufende Ausschreibung bringt ein günstiges Angebot hervor. „Der Markt ist extrem angespannt“, so Blockhaus. „Wir würden gerne im September beginnen, aber nicht um jeden Preis.“

Ein Stück östlicher an der Staatsstraße sind andere Arbeiten ungeachtet dessen in vollem Gange: Im September soll der Neubau der Kanalbrücke in die nächste Runde gehen. Und dort, wo die Fanschuhstraße am Schulzentrum in die Marktoberdorfer Straße mündet, ist das nächste Kapitel der Verkehrskonzept-Umsetzung angelaufen; neue Ampeln sollen während der Stoßzeiten für Entlastung sorgen. Auch der Abbruch des gelben Haindl-Eckhauses hat Auswirkungen: Noch bis Mittwoch, 9. August ist dort die Linksabbiegerspur gesperrt. Autofahrer und Lkw mit Ziel UPM müssen eine Extrarunde drehen – letztere bis zum Europa-Kreisel. 

ras

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