Umgestaltung der Sparkassen-Geschäftsstelle abgeschlossen

Versprechen an den Standort Steingaden

+
Pater Petrus-Adrian Lerchenmüller bat darum, dass in den neuen Räumlichkeiten ein Geist der Redlichkeit und Gerechtigkeit herrschte. Vorstand Markus Lanz und Vorstandsvorsitzender Thomas Orbig (v. links) von der Sparkasse Oberland freuten sich über den Segen.

Steingaden – Nach neunwöchiger Bauzeit ist die Steingadener Geschäftsstelle der Sparkasse Oberland seit Montag vergangener Woche wieder geöffnet. Mit ihrer Umgestaltung einher soll die Zusage gehen, dem Standort noch länger erhalten zu bleiben.

Zuletzt hatte es Schwabsoien getroffen: Anfang Juli gab die Sparkasse Oberland bekannt, sich komplett aus dem Mühlendorf zurückzuziehen (wir berichteten). „Wir als 3.000-Einwohner-Dorf müssen froh sein, dass wir hier noch eine Sparkasse haben“, befand dann auch Steingadens Bürgermeister Max Bertl, der der Einladung seines ehemaligen Arbeitgebers zur Einweihung der Geschäftsstelle am Freitag vergangener Woche gefolgt war. Bis zu seiner Wahl im März hatte Bertl die Filialen in Bad Bayersoien, Rottenbuch und Böbing geleitet. Dass die Sparkasse sich an Steingaden binde, fördere die Nahversorgung und sei „wichtig für alle“.

„Wir versprechen, noch geraume Zeit hierzubleiben“, erklärte auch Thomas Orbig. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Oberland stellte immer wieder den Wohlfühlfaktor in den Vordergrund, den die umgestalteten Räumlichkeiten bieten sollen – sowohl für Geschäftsstellenleiter Sebastian Walter und sein Team, als auch für die Kundschaft. Es heiße schließlich immer: „Ich muss noch zur Bank“. „Dass jemand zur Bank ‚will‘ kommt selten vor“, bedauerte Orbig. In der umgestalteten Geschäftsstelle solle ein Gefühl ausgehen, wie daheim am Küchentisch, so sein Wunsch.

Konzept im Test

Beleuchtung, großflächige Bildmotive aus der Region an der Wand und die Formensprache sollen dazu beitragen. Mit dem Ergebnis sei er sehr zufrieden. „Wir testen das Konzept hier und legen gegebenenfalls mit anderen Standorten nach“, sagte Orbig. Auch der fortschreitenden Digitalisierung habe die Sparkasse Oberland Rechnung getragen. Anpassungen seien unabdingbar gewesen. Vergleiche man beispielsweise die neuen Automaten mit denen in der Schongauer Münzstraßen, kämen die in der Lechstadt vom technischen Standard eher einer Schreibmaschine gleich. Es gelte, ständig Erneuerungen vorzunehmen.

Aufgrund des großen Maßnahmenumfangs habe sich der Umbau nicht bei gleichzeitigem Geschäftsbetrieb realisieren lassen. Neun Wochen lang war die Steingadener Geschäftsstelle deshalb zu.

Ohne Weihwasser

Allein in dieser Zeit habe sich auf der Welt viel getan, stellte Geschäftsstellenleiter Walter dar. Einen Schwerpunkt in seiner Übersicht nahm Corona ein und auch, als Pater Petrus-Adrian Lerchenmüller den Segen spendete, war klar, dass diese Einweihung noch nicht wieder den gewohnten Gepflogenheiten folgte: Auf Weihwasser musste ebenso verzichtet werden, wie auf einen Imbiss hernach.

Dass ein Geist der Redlichkeit und Gerechtigkeit in der Steingadener Geschäftsstelle herrsche, darum bat der Pater ebenso, wie um freigiebige Herzen. Der irdische Besitz möge hier treu verwaltet werden und so gebracht, „dass man den ewigen nicht verliert“.

ras

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neueröffnung in Schongau: Elfhundert Quadratmeter Leidenschaft für Sport
Neueröffnung in Schongau: Elfhundert Quadratmeter Leidenschaft für Sport
Schaumberger-Anwesen: Unten Backshop, oben Wohnungen
Schaumberger-Anwesen: Unten Backshop, oben Wohnungen

Kommentare