Für Flur und Fluss

Umweltpreis für "Lebensraum Lechtal" und "Gartenbau und Landespflege Eglfing"

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Über den Umweltpreis des Landkreises freuten sich die Mitglieder Vereins Lebensraum Lechtal (rechts).

Landkreis – Gleich zwei Preisträger konnten in der jüngsten Kreistagssitzung in Ingenried den Umweltpreis des Landkreises entgegen nehmen. Über jeweils 3.000 Euro dürfen sich der Verein „Lebensraum Lechtal“ und der „Verein für Gartenbau und Landespflege Eglfing“ freuen.

Der Verein Lebensraum Lechtal wurde im Herbst 2005 aus der Taufe gehoben, wie Landrätin Andrea Jochner-Weiß, die selbst Vorstandsmitglied ist, in ihrer Laudatio sagte. „Seitdem setzt sich der Verein in besonderer Weise für ökologische Belange entlang des Lechs ein“, sagte die Landkreis-Chefin.

Neben naturkundlichen Führungen für die Öffentlichkeit, werden auch Umweltbildungstage angeboten, um den Lech und die Landschaft besser kennenzulernen. Richtig Arbeit seien die Entbuschungs-, Entfichtungs- und Christbaumaktionen, so Jochner-Weiß. Denn erst danach ist eine Beweidung mit Murnau-Werdenfelser Rindern und Pferden möglich, wie zum Beispiel in Gründl, in der Premer Lechaue, in der Sperberau und Kinsau.

Der Verein organisiert außerdem Workshops zur Zukunft des Lechs im Rahmen der Hot­spot-Konzentration, die Teil des Projekts „Alpenflusslandschaften“ ist. Eine wichtige Rolle spiele dabei auch die Lech-Rangerin, die Arbeiten für die Untersuchungen zur Biodiversität in den Lechleiten und Morphologie der Litzauer Schleife leistet.

„Fazit ist, durch viele Aktionen und Projekte sollen wir auf die Vielfalt der Lechauen neugierig gemacht werden“, so Jochner- Weiß. Insbesondere Kinder seien hier eine wichtige Zielggruppe. „Was sie kennen und schätzen, schützen sie“, so die Landrätin. Der Verein habe in den 14 Jahren seines Bestehens schon einiges erreichen können und auch in den kommenden Jahren sei man auf dessen professionelle Arbeit angewiesen.

„Das Landschaftsbild um Eglfing herum hat sich deutlich verändert“, lobt Landrätin Andrea Jochner-Weiß den Verein "Gartenbau und Landespflege Eglfing".

Pflanzung und Beratung

Seit seiner Wiedergründung im Jahr 1990 habe der „Verein für Gartenbau und Landespflege Eglfing“ einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, die Eglfinger Flur mit Pflanzaktionen aufzuwerten und dadurch die Lebensqualität in den Ortsteilen Ober-, Unter-Eglfing und Tauting deutlich zu verbessern, betonte Jochner-Weiß in ihrer Laudatio. Mindestens vier Kilometer jeweils zwei- und dreireihige Heckenanlagen wurden seither organisiert, geplant, begleitet und umgesetzt. Auch für die Pflanzung von Flurbäumen setzt sich der Verein ein.

„Das Landschaftsbild um Eglfing herum hat sich deutlich verändert“, so die Landrätin. Dazu gehören auch die rund drei Kilometer Straßenbegleitgrün durch Alleepflanzungen an allen Orts­eingängen mit steter Pflege und Nachpflanzungen.

Intensiv sei außerdem das Engagement des Vereins an Beratungsleistungen im Rahmen der Dorferneuerung gewesen, betonte Jochner-Weiß. Besonders stolz aber könnten die Mitglieder auf ihren Krautacker und Lehrgarten sein. Daran schließt sich zudem noch eine Bienenweide mit Bienenvölkern, ein Obstanger sowie der Naturerlebnisspielplatz Moosbrunnen an.

Mit dem jederzeit öffentlich zugänglichen Krautacker und Lehrgarten möchte der Verein Bürger, Ratsuchende und Interessierte motivieren und Beispiele für gute und ökologisch wertvolle Gartengestaltung aufzeigen. Kraut- und Lehrgarten sowie der Privatgarten des ersten Vorsitzenden Christian Mack sind seit 2015 fester Bestandteil des Netzwerkes Gartenwinkel-Pfaffenwinkel.

Der Verein hat zudem ein umfangreiches weiteres Angebot: Beständige, kostenlose Bildungsangebote wie Kindergruppe, Schnittkurse, Sensenmähkurs, Kinderaktionen wie Schulbaum­aktion für die Erstklässler, Apfel- und Kartoffelfest für die Kindergärten. 2015/16 setzte sich der Verein für eine Vergrößerung und strukturelle Veränderung des Kindergartengeländes ein, das bis dahin nur aus einem Hanggrundstück bestand. Durch die geschickte Neu-Anlage des Spielgeländes in fünf Terrassenabschnitten wurde das Areal aufgewertet und ist nun ganztägig bespielbar. „Das begeisterungsfähige Engagement des Vereins ist preiswürdig“, so Jochner-Weiß. Über den üblichen Rahmen hinaus hätten die Eglfinger außerordentlich viele Pflanzaktionen initiiert, beraten und unterstützt.

asn

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