Länger als geplant

Am Schongauer Lechberg »vom Pech verfolgt«

+
Die Bauarbeiten am Lechberg haben sich verzögert – ab Donnerstag soll aber zumindest der Gehweg nutzbar sein.

Schongau – Eigentlich hätte die Sanierung des Lechbergs bereits Mitte August abgeschlossen sein sollen. Doch Drainageleitungen, mit denen man nicht gerechnet hatte, und das Wetter machten den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung. Wann genau die Straße für den Verkehr wieder geöffnet sein wird, steht derzeit noch nicht fest. Fußgänger sollen bereits ab dem morgigen Donnerstag den Gehweg nutzen können.

„Wir wurden ein bisschen vom Pech verfolgt“, fasst Alexander Joseph, technischer Leiter der Stadtwerke und in dessen Abwesenheit Vertretung von Tiefbauchef Martin Blockhaus, zusammen. Zunächst waren Drainageleitungen aufgetaucht, mit denen man nicht gerechnet hatte. „Von ein, zwei Leitungen wussten wir“, so Joseph. Die anderen waren wohl schon älter und daher nicht in den Plänen eingezeichnet. Bei den Bauarbeiten der Stützmauer sei man dann auf einmal auf feuchten Boden gestoßen.

Ein neuer Kanal musste gebaut werden und auch die Sinkkästen wurden erneuert. Zudem war der Hang dadurch feucht und musste zunächst trocken gelegt werden. So konnte schließlich die neue Stützmauer errichtet werden.

Der nächste Rückschlag dann am Freitag: Eigentlich wollte man Ende der Woche mit den Asphaltarbeiten beginnen. Doch ein Wolkenbruch hat die Pläne erneut durcheinander gebracht, sagt Joseph. „Es hat uns zum Teil die Kiestragschicht weggespült und total aufgeweicht.“ Am Montag war der Boden dann aber so trocken, dass die Arbeiter anrücken und die Asphalttragschicht aufgetragen werden konnte. Die sogenannte Deckschicht soll in den kommenden Tagen folgen.

Gehweg wird geöffnet

Wenn das Wetter mitspielt, sollten die Arbeiten zum Ende der Woche hin abgeschlossen sein, rechnet Joseph. Dann fehlen allerdings noch die Leitplanken sowie Fahrbahnmarkierungen. Hier müsse man aufgrund der Verzögerung neue Termine mit den jeweiligen Firmen vereinbaren. „Eventuell machen wir die Straße auch erst ohne Markierungen wieder auf, die Leitplanken müssen aber zuvor auf jeden Fall angebracht sein“, so der Stadtwerke-Leiter. Die Arbeiten am Gehweg hingegen sind bereits abgeschlossen. Dieser könne ab Donnerstag genutzt werden.

Wie hoch die Mehrkosten ausfallen, die durch die Verzögerung zu erwarten sind, kann Joseph noch nicht beziffern. Da die Maßnahmen einerseits von der Stadt, andererseits von den Stadtwerken getragen werden, gelte es auch erst zu ermitteln, wer wofür aufkommt.asn

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Freude und Fragen zur Förderung der Schongauer Eisstadionsanierung
Freude und Fragen zur Förderung der Schongauer Eisstadionsanierung
Sperrungen auf der Schongauer Umgehung bis in den Herbst
Sperrungen auf der Schongauer Umgehung bis in den Herbst

Kommentare