In Herzogsägmühle – Zweistöckige Anlage auf ehemaliger Arztstation

Unterkunft für Flüchtlinge

+
An dieser Stelle, wo früher die Arztstation war, sollen die Container für Flüchtlinge aufgestellt werden. Rechts das Verwaltungsgebäude von Herzogsägmühle.

Herzogsägmühle – Zusätzlich zu den Mobilheimen, die auf einer freien Wiese an der Von-Kahl-Straße aufgestellt werden und Platz für bis zu 84 Asylbewerber bieten (wir berichteten Anfang März), wird im Diakoniedorf Herzogsägmühle eine zweite Wohnanlage für 34 Flüchtlinge errichtet. Der Standort dafür ist 150 Meter südlich des Mühlenmarktes – genau dort, wo sich früher die Arztstation befand.

Die Peitinger Gemeinderäte haben dem Bauvorhaben, das vom Landratsamt Weilheim-Schongau eingereicht wurde, in der Sitzung am Dienstagabend zugestimmt. Marktbaumeister Jochen Rohrmoser erklärte, dass bei den Containern ein zweites Stockwerk aufgesetzt wird. Jedes der Module könne mit zwei bis drei Flüchtlingen belegt werden. Die Ausstattung der Container sei so, dass sich die Asylbewerber selber verpflegen können, also die Möglichkeit zum Kochen haben. Denn es seien auch Gemeinschaftsräume vorgesehen.

Das alte Fundament

Vom Gebäude der ehemaligen Arztstation, die sich in der Nachbarschaft des Verwaltungsgebäudes von Herzogsägmühle befindet, sind nur noch die Fundamentstreifen vorhanden. Sie können jedoch dafür hergenommen werden, dass die Container eine stabile Auflage bekommen. So schilderte es Jochen Rohrmoser vom Marktbauamt.

Zusammengerechnet ist es mit den beiden Standorten möglich, für bis zu 118 Asylbewerber eine vorläufige Bleibe im Diakoniedorf zu schaffen. Eine weitere große Gemeinschaftsunterkunft ist im Osten von Peiting an der Seestraße vorgesehen. Dort können bis zu 80 Flüchtlinge untergebracht werden.

Im Landkreis Weilheim-Schongau sind bislang gut 1 800 Asylbewerber aufgenommen worden (Stand von Anfang April). In Peiting sind bisher 105 Flüchtlinge dezentral untergebracht. In Altenstadt sind es 120 in der großen Gemeinschaftsunterkunft an der Niederhofer Straße (ehemalige Strumpffabrik). In Schongau sind es inklusive derjenigen, die in der Dreifachsporthalle bei der Berufsschule untergebracht wurden, 340 Asylbewerber. Und in Rottenbuch sind es aktuell 90 Flüchtlinge, wie aus einer Übersicht des Landratsamtes vom April hervorgeht.

von Johannes Jais

Auch interessant

Meistgelesen

Das sind die Kandidatinnen 101 bis 200
Das sind die Kandidatinnen 101 bis 200
Messerstecherei in Schongau
Messerstecherei in Schongau
7. Tag der Helfer in Peiting - die Bilder
7. Tag der Helfer in Peiting - die Bilder
Das sind die ersten 100 Kandidatinnen
Das sind die ersten 100 Kandidatinnen

Kommentare