Untermietern den Garaus gemacht – Hornissennest hält Rentnerehepaar den Sommer über auf Trab

Ihr Anwesen liegt idyllisch, doch mit der Idylle war es für das Ehepaar Günter und Maria Liebig im vergangenen Sommer vorbei. Ungeliebte Untermieter hatten sich bei den Rentnern einquartiert.

Hornissen bauten im Obergeschoss ihres Häuschens ein gewaltiges Nest. Mit einem Bekannten hat Günter Liebig dieser Tage das „tierische“ Kunstwerk vorsichtig entfernt, um es für schulische Zwecke zu erhalten. Aufgefallen ist das Nest im vergangenen Jahr Maria Liebig, als sie im Speicher ein Zimmer reinigen wollte. Beim Blick nach oben blieb ihr der Schreck in den Gliedern stecken: Sie erkannte das kunstvoll gebaute Hornissennest. Da wurde klar, woher der vermehrte Hornissenflug im Haus kam. „Keinen Abend konnten wir in unseren vier Wänden die Fenster öffnen, ohne das Licht vorher auszumachen“, erzählt ihr Mann. „Egal ob Tag oder Nacht, ob bei Sonnenschein oder Regen, es gab nie Ruhe.“ Erst als der Frost kam, wurde es ruhig, denn die Tiere sterben im Winter. Nur die befruchtete Königin überlebt und wird im nächsten Frühjahr wieder Eier legen. Aber das wollte das Ehepaar nicht noch einmal erleben. So übernahm Günter Liebig die Funktion eines Kammerjägers und entfernte mit Hilfe eines Bekannten das Nest. Bei genauer Begutachtung erkannte man, wie kunstvoll und zerbrechlich dieses Werk gebaut ist. Obwohl es 55 cm hoch, 45 cm breit ist und in der Tiefe 35 cm misst, hat es weniger Gewicht als eine Zeitung. Um das Bauwerk für Schulungszwecke zu erhalten, ist das Ehepaar gerne bereit, es dafür abzugeben. Interessenten können sich bei Günter und Maria Liebig unter Tel. 08862/220 melden.

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