Ausbau der Nahversorgung

Größerer Feneberg für Steingaden

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Auf diesem Grundstück nördlich der Ortsmitte von Steingaden soll der neue Feneberg entstehen.

Steingaden – Steingaden bekommt einen größeren Feneberg-Verbrauchermarkt samt Drogeriebedarf und Schreibwaren. So wollen es die Bürger, sind sich Rathauschef Xaver Wörle und der Gemeinderat sicher. Jüngst wurde deshalb der Flächennutzungsplan angepasst. Beim Bebauungsplan lässt man sich dagegen noch etwas Zeit.

Immer wieder erreichten ihn Interessensbekundungen von Discountern und Vollsortimentern, sich in Steingaden niederzulassen, berichtet Bürgermeister Wörle. Doch spätestens seit eine vor zwei Jahren groß angelegte Umfrage mit immerhin 760 Rückmeldungen ergeben habe, dass dies zu zumindest 53 Prozent nicht dem Wunsch der Bürger entspräche, sei das Thema vom Tisch. „Der Gemeinderat erachtet das Ergebnis als richtungsweisend, dass die Steingadener keinen zweiten Verbrauchermarkt wollen.“

Anders sehe es in Hinblick auf einen Drogeriemarkt und einen Schreibwarenladen aus; beides stünde weit oben auf der Wunschliste. Weil die Zufriedenheit mit dem schon ansässigen Feneberg groß sei, habe die Lösung nahe gelegen: Das Unternehmen vergrößert seine bisher 500 Quadratmeter messende Niederlassung. „Das ist ganz gut gelaufen“, freut sich das Ortsoberhaupt.

Da der Platz an der aktuellen Adresse aber knapp bemessen ist, steht ein Neubau an. Die Wahl fiel auf ein Grundstück nördlich der Ortsmitte kurz vor dem Kellerberg, an die B17 grenzend. Eine Ladenfläche von 1.000 bis 1.100 Quadtratmetern plus Lager- und Nebenräumen ließe sich dort realisieren.

Der Gemeinderat stellte bei seiner jüngsten Sitzung die entsprechenden Weichen, indem er einer Änderung des Flächennutzungsplans einstimmig sein Einverständnis erteilte. Um auch den Bebauungsplan abzusegnen, lässt sich das Gremium aber noch Zeit. Auch, weil einigen Räten das geplante Satteldach zu wuchtig scheint. „Das ist bei zwölf Metern Firsthöhe schon ein Riesenkoloss“, findet auch Wörle. Ende Juni oder Anfang Juli stimmen sich Bürgermeister, Planer, Bauträger und Feneberg erneut ab.

„Kein Problem“, sei dieses kleine Loslassen des Gaspedals, so der Rathauschef, der sich der Zustimmung der Steingadener sicher ist. Eigeninitiativ sei weder Befürwortung noch Ablehnung an ihn herangetragen worden, doch die Leute seien „schon einverstanden“. Nix gesagt sei eben manchmal gelobt genug. Und auf Rückfrage laute der Tenor stets: „Ja, super“. 

ras

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