UPM erteilt Auftrag

Die ersten Haindl-Häuser werden abgerissen

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Das markante Haus an der UPM-Einfahrt und der benachbarte grüne Block sind bald Geschichte.

Schongau – Im Februar hat das Landesamt für Denkmalpflege entschieden, dass die Haindl-Häuser an der Peitinger Straße nicht schutzwürdig sind (der Kreisbote berichtete). Jetzt sind für zwei Gebäude die Tage endgültig gezählt: Das markante Haus an der Einfahrt zu UPM sowie der benachbarte grüne Block werden seit Montag entkernt, anschließend sollen die Abrissarbeiten starten.

Der Auftrag dafür stammt vom finnischen Papierhersteller UPM, dem die ehemaligen Haindl-Häuser, welche ursprünglich als Wohnungen für Werksmitarbeiter dienten, gehören. Überlegungen für einen Abriss der beiden seit Jahren leerstehenden und baufälligen Häuser gibt es schon länger. 

Hauptgrund ist laut UPM-Werksleiter Wolfgang Ohnesorg die Sorge um die Sicherheit. Weil die Dächer marode seien, bestünde bei starkem Wind Gefahr, dass sich Dachplatten lösten, erklärt er. Deshalb seien die Häuser bereits seit geraumer Zeit mit einem Bauzaun gesichert. Abhilfe schaffen würde nur eine Sanierung, doch die kommt für das Unternehmen aus finanziellen Gründen nicht in Frage. „Wir müssen sehen, dass wir die begrenzten Mittel, die uns zur Verfügung stehen, sinnvoll am Standort einsetzen“, erklärt Ohnesorg. Wohngebäudeinstandsetzung zählt nicht dazu.

Doch es geht nicht nur um die Sicherheit von Passanten und Anwohner. Der Abriss ist auch nötig, um die komplizierte und gefährliche Einfahrt auf das Firmengelände zu entschärfen. Denn sowohl ein Kreisverkehr als auch eine zusätzliche Abbiegespur, wie sie der von der Stadt beauftragte Verkehrsplaner favorisiert, lassen sich nur mit mehr Platz im Kreuzungsbereich verwirklichen. Stadt und Staatliches Bauamt, welches die Staatsstraße in diesem Bereich demnächst erneuern will, könnten nun ganz anders planen, sagt Ohnesorg, der bereits Gespräche mit allen Beteiligten geführt hat.

Auch für sein Unternehmen bietet der Abriss Chancen. Mit Verlagerung der Einfahrt nach Osten entstünde beispielsweise Raum für eine neue Lkw-Waage. „Natürlich prüfen wir, wie wir unsere Logistik verbessern können. Es ist aber noch nichts entschieden.“

Entschieden ist dagegen, was mit aktuell leer stehenden Wohnungen passieren soll, die sich im noch gut erhaltenen Wohnblock nahe der Kanalbrücke befinden. „Wir werden sie der Stadt zur Verfügung stellen, die sie an sozial Schwächere vergeben kann“, so Ohnesorg.

Christoph Peters

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