Weg frei für Wohnbebauung

Schongauer Stadtrat bringt Bebauungsplan an der Marktoberdorfer Straße auf den Weg

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Lieber Wohnbebauung als Supermarkt: An der Marktoberdorfer Straße soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Die rote Markierung zeigt den Geltungsbereich.

Schongau – Erst im Dezember war erneut eine Anfrage für den Neubau eines Lebensmittel- und Getränkemarktes in der Marktoberdorfer Straße bei der Stadt eingegangen (der Kreisbote berichtete). Wie bei den vielen Anfragen zuvor für das Grundstück mit der Nummer 35 hatte der Bauausschuss abgelehnt. Die Begründung: Für die Stadt wäre hier Wohnbebauung sinnvoller. Jetzt will man Nägel mit Köpfen machen – mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes.

Als „gut und richtig“ bezeichnete Stadtrat Michael Eberle (CSU) die Entscheidung, hier Wohnbebauung zu schaffen. Wie groß der Bedarf an Wohnungen in der Lechstadt ist, zeigt auch ein Blick auf eine laufende Siedlungsanalyse im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK): „Bis 2030 besteht ein Bedarf von durchschnittlich rund 374 Wohneinheiten“, erläuterte Stadtbaumeister Sebastian Dietrich dem Stadtrat.

Da andere Flächen – beispielsweise der Schongauer Norden – noch eine verhältnismäßig lange Entwicklungszeit hätten, böten sich die genannten Grundstücke für eine kurz- bis mittelfristige Bebauung mit Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern sowie Geschosswohnungsbau an, so Dietrich. Zudem handele es sich um eine sinvolle Nachverdichtung, um den klassischen Außenbereich zu schonen. Dem konnten alle Stadträte zustimmen. Friedrich Zeller (SPD) wünschte sich außerdem einen Fußweg, der Schongau West mit dem Forchet verbindet.

Für die entsprechenden Flächen soll nun ein Bebauungsplan „Südlich der Marktoberdorfer Straße Teil II“ (s. Grafik) aufgestellt werden. Hiermit wird sich der Bauausschuss künftig beschäftigen müssen. Darüber hinaus wurde eine Veränderungssperre erlassen „zur Verhinderung unerwünschter städtebaulicher Entwicklungen und zur Sicherung der zukünftigen Planung der Stadt Schongau“, so der Stadtbaumeister. Diese soll für zwei Jahre gelten und so der Stadt die Zeit verschaffen, den Bebauungsplan zu erlassen. 

asn

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