Ärger über Drittfirma

Breitbandausbau in Apfeldorf stockt

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Wann geht wieder etwas voran? Der Apfeldorfer Gemeinderat ist vom Vorgehen der Telekom wenig angetan.

Apfeldorf – Apfeldorf will in Sachen Breitband in die Champions League. Aber da die Nachfrage im Land groß ist, kommt die Telekom und ihre Partnerfirmen mit den Arbeiten nicht hinterher – und auch nicht dazu, Mängel zu beseitigen.

Noch mag keine Freude aufkommen über den Breitbandausbau in Apfeldorf. Die Leerrohre sind überwiegend verlegt, es wurden jedoch noch keine Glasfaserkabel eingezogen und keine Hausanschlüsse gemacht. Es gibt also einiges zu tun – jedoch weit und breit kein Arbeits­trupp in Sicht.

Gemeinderat Peter Strommer hatte bereits im Herbst die Ausführung der portugiesischen Baufirma bemängelt und hakte in der jüngsten Sitzung nach. Wo sie denn bleibe, die Telekom? Bürgermeister Georg Epple: „Die sollten seit drei Wochen da sein.“ Er habe vergangene Woche bei dem Dienstleister angerufen – ohne echten Erfolg. „Da geht es uns so wie vielen anderen Gemeinden. Das ist zwar unglücklich, dass die Telekom die Arbeiten über Dritte ausführt. Schuld ist aber der Gesetzgeber, der das erlaubt.“

Das wiederum war Strommer egal: „Wir können hier nur für unsere Gemeinde sprechen.“ Er beklagte die schlechte Ausführung: Bankette hätten sich bis zu 15 Zentimeter abgesenkt, an manchen Straßen hänge der Asphalt bis zu fünf Zentimeter durch. Man müsse umgehend eine Mängelanzeige stellen. Sonst sei es nicht möglich, einen Sicherheitsbehalt einzubehalten. „Ich sehe es als meine Pflicht als Wegebeauftragter, damit nicht später von Bürgern Vorwürfe kommen“, sagte Strommer.

Bürgermeister Epple berichtete, er habe dahingehend bereits mit dem Ingenieurbüro Buchner gesprochen. „Die sehen derzeit keinen Handlungsbedarf. Unser Ansprechpartner ist die Telekom.“ Die Gemeinde sei rechtlich abgesichert: Erst müsse eine Bauabnahme stattfinden, wo man die Mängel erfasse.

Strommer zeigte wenig Interesse an diesen Einwänden. „Davon wird der Murks nicht weniger, wir müssen da jetzt Dampf machen.“ Das Ergebnis: Auf den ausdrücklichen Wunsch Strommers wird seitens der Gemeinde eine Mängelanzeige aufgesetzt. Epple kündigte an, dass der Vertreter der Telekom ohnehin bei der Bürgerversammlung im April zu Besuch sei: „Die werden den Bürgern dann Rede und Antwort stehen.“

Klaus Mergel

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