Stellvertreter für Ostenrieder

Prielmeier wird Vize in Peiting

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Aufgabe des Ältesten im Gremium: die Vereidigung des Bürgermeisters. Alfred Jocher (links) mit Peter Ostenrieder.

Peiting – Mit 17 von 24 Stimmen ist Gemeinderat Gunnar Prielmeier zum Stellvertreter von Bürgermeister Peter Ostenrieder gewählt worden. Der 61-Jährige aus der SPD-Fraktion war offiziell der einzige Kandidat für dieses Amt. Drei Stimmzettel blieben leer, berichtete Geschäftsleiter Stefan Kort als Leiter des Wahlausschusses, auf vier standen andere Namen.

Somit waren 21 Stimmen gültig, von denen Prielmeier 17 erhielt. Jeweils eine Stimme entfiel auf Christian Lory (Unabhängige Peitinger), Franz Seidel (Bürgervereinigung), Marion Gillinger (ÖDP) und Andreas Schmid (Bürgervereinigung).

Ein dritter Bürgermeister ist nicht bestellt worden; das war in Peiting auch in den vergangenen Jahrzehnten schon so. Sollten Bürgermeister Peter Ostenrieder und sein Stellvertreter Gunnar Prielmeier zeitgleich Termine wahrnehmen bzw. beide verhindert sein, ist der Dienstälteste im Gremium als Repräsentant der Gemeinde an der Reihe. Das ist Herbert Salzmann (SPD); er gehört ebenso wie der frühere langjährige Vizebürgermeister Franz Seidel seit 1990 dem Marktgemeinderat an, ist aber 65 Jahre und damit gut fünf Jahre älter als Seidel.

Die Vereidigung des neuen Bürgermeisters hatte Alfred Jocher (Unabhängige) vorgenommen. Er ist mit 69 Jahren der älteste Gemeinderat. Zehn neue Gemeinderäte, die einzeln aufgerufen wurden, leisteten sodann ihren Eid vor dem neuen Rathauschef. Dies waren Tobias Eding, Uwe Enzmann, Dr. Günter Franz, Marion Gillinger, Claudia Immisch, Josef Sellmaier, Claudia Steindorf, Susann Tabatabei-Schweizer und Stefanie Wörnzhofer.

Auch Andreas Schmid sprach die Eidesformel. Die Besonderheit bei ihm: Er tat dies bereits zum zweiten Mal; das erste Mal war dies vor zwölf Jahren der Fall. Denn Schmid gehörte schon einmal für eine Periode (2008 bis 2014) dem Gremium an, schied aber vor sechs Jahren aus. Dieses Mal kandidierte er wieder. Florian Deibler, mit 21 Jahren der Jüngste im Marktgemeinderat, fehlte auf der ersten Sitzung aus familiären Gründen. Dessen Vereidigung wird nachgeholt.

Knapp 70 Besucher

Trotz der Corona-Krise könne man sich glücklich schätzen, sagte Bürgermeister Peter Ostenrieder bei der konstituierenden Sitzung in der großen Dreifachsporthalle Birkenried, wo knapp 70 Besucher auf der langgezogenen Tribüne Platz nahmen, unter ihnen der frühere Bürgermeister Michael Asam, mehrere ehemalige Gemeinderäte sowie Josef Ostenrieder, der Angetraute des Bürgermeisters. Pfarrer Dr. Robert Kröpfl vom Pfarrverband Peiting/Hohenpeißenberg und Pfarrerin Brigitte Weggel (evangelische Gemeinde) sprachen zu Beginn ein Gebet. Die Vorgänger im Bürgermeisteramt und im Gemeinderat hätten ihre Hausaufgaben gemacht. Ostenrieder: „Die Finanzsituation unserer Gemeinde ist gut.“

Die Marktgemeinderäte und die Bürger sollten sich aktuell nicht nur vom Krisengedanken leiten lassen, sondern Peiting als wertvollen Ort erhalten und gestalten, fuhr Ostenrieder fort. In der neuen Legislaturperiode wolle man mit vielen neuen Gesichtern im Gremium ein gutes Programm für jüngere und ältere Menschen entwickeln, das Gewerbe stärken und das Ehrenamt fördern.

Der Bürgermeister ergänzte, dass die Politik vor Ort oft mit Kompromissen verbunden sei. Im vergangenen Jahr seien jedoch im Gemeinderat 90 Prozent der Beschlüsse einstimmig gefasst worden. Ausdrücklich sagte Ostenrieder, es sei auch recht, die Meinung während einer Diskussion zu ändern. „Dazu gehört manchmal mehr Mut, als auf der eigenen Meinung zu beharren.“ Der neue Bürgermeister schloss mit dem Worten „Pack mer’s an – Glück auf Peiting“. 

Johannes Jais

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