Ganz unter sich und dennoch feierlich

Vereidigungsappell in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne in Zeiten von Corona

Vereidigung Eid Soldaten Kaserne Altenstadt
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Aufgrund der derzeitigen Corona-Lage mit Maske: Die Soldaten legen ihren Eid an der Truppenfahne ab.

Altenstadt – Aufgrund der Corona-Lage hat das Feldwebel- und Unteroffizieranwärterbataillon 3 seinen jüngsten Vereidigungsappell im kleinen Rahmen in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne durchgeführt.

Der 12. November – ein besonderes Datum. Genau 65 Jahre zuvor hatte die Bundeswehr mit 101 Freiwilligen ihre Geburtsstunde erlebt. Diesen Gründungstag hatte man bewusst auf den Geburtstag des preußischen Militärreformers Gerhard von Scharnhorst gelegt.

Er definierte den Militärdienst als Ehrendienst an der Nation und verstand den Soldaten als Bürger. Gedanken, die auch die Väter des Prinzips der „Inneren Führung“, der bundeswehreigenen „Unternehmensphilosophie“ inspirierten und die Bundeswehr bis heute tief prägten, so der Kommandeur Oberstleutnant Sven Tillery, für den es der erste Vereidigungsappell im Feldwebel- und Unteroffizieranwärterbataillon 3 war.

Der bedeutsame Tag im Leben 166 angetretenen Lehrgangsteilnehmer musste ohne Beisein von Angehörigen und Freunden sowie Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit stattfinden – ein Umstand, den Tillery zutiefst bedauerte. Obgleich der besonderen Situation sorgte eine kleinere, 13-köpfige Abordnung des Gebirgsmusikkorps aus Garmisch-Partenkirchen unter Oberstabsfeldwebel Michael Schwendemann mit dem Regimentsgruß, dem Bozner Bergsteigermarsch und dem Bayerischen Militärgebet.

Im Hinblick auf die Verantwortung, die den angehenden militärischen Führern – ob als Unteroffizier oder Feldwebel – zuteil wird, machte Tillery die Bedeutsamkeit ihrer Rolle klar. Darüber hinaus appellierte er: „Im Ernstfall spielt es keine Rolle, ob Sie Infanterist, Logistiker, Fernmelder oder IT-Spezialist sind. Sie alle sind in erster Linie Soldaten, die auch unter schwierigen Bedingungen ihren jeweiligen Auftrag erfüllen müssen, auch bei wenig Schlaf, bei Dauerregen und im Angesicht der Gefahr für Leib und Leben.“

Den Höhepunkt des Appells bildete die Eidablegung, zu der eine Abordnung von jeweils drei Soldaten der 1. und 2. Kompanie des Bataillons zur Truppenfahne vortraten. Das Lied der Bayern und die Nationalhymne rundeten das Zeremoniell ab und beendeten den Appell zugleich.

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