Bereit für die Verantwortung

Vereidigungsappell in Ingenried

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Im Rahmen eines feierlichen Appells wurden am vergangenen Mittwoch die Soldaten der 1. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 vereidigt.
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Im Rahmen eines feierlichen Appells wurden am vergangenen Mittwoch die Soldaten der 1. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 vereidigt.
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Im Rahmen eines feierlichen Appells wurden am vergangenen Mittwoch die Soldaten der 1. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 vereidigt.
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Im Rahmen eines feierlichen Appells wurden am vergangenen Mittwoch die Soldaten der 1. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 vereidigt.
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Im Rahmen eines feierlichen Appells wurden am vergangenen Mittwoch die Soldaten der 1. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 vereidigt.
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Im Rahmen eines feierlichen Appells wurden am vergangenen Mittwoch die Soldaten der 1. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 vereidigt.
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Im Rahmen eines feierlichen Appells wurden am vergangenen Mittwoch die Soldaten der 1. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 vereidigt.
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Im Rahmen eines feierlichen Appells wurden am vergangenen Mittwoch die Soldaten der 1. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 vereidigt.

Ingenried – Sie sind bereit, Verantwortung zu übernehmen, unmittelbar gegenüber Menschen und dem Auftrag, für Recht und Freiheit des deutschen Volkes einzutreten bis zur letzten Konsequenz, und haben – nach eigener Bewertung von Oberstleutnant Roland Pietzsch – „den schönsten Beruf ergriffen, indem Sie Menschen führen wollen“: Im Rahmen eines feierlichen Appells wurden am vergangenen Mittwoch die Soldaten der 1. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 vereidigt.

Neben hoch dotierten Persönlichkeiten aus den Reihen der Bundeswehr konnte Roland Pietzsch auch Landrätin Andrea Jochner-Weiß, den gastgebenden Ingenrieder Bürgermeister Xaver Fichtl sowie kommunale, politische, kirchliche und gesellschaftliche Vertreter der umliegenden Gemeinden begrüßen. Auch viele Angehörige, Familienmitglieder und Zuschauer wohnten der feierlichen Zeremonie auf dem Festplatz in Ingenried bei.

Was es bedeutet, als Soldat persönliche Bedürfnisse und Interessen zurückzustellen, konnten gute Beobachter schon an Oberstleutnant Roland Pietzsch erkennen. Der Bataillonskommandeur hatte sich kurz vor dem Vereidigungsappell einen komplizierten Bruch des Oberschenkelknochens zugezogen, dennoch sollte ein leicht humpelnder Gang alles sein, was an diesem Tag der Vereidigung an ihm zu bemerken war. Dass Pietzsch die Bedeutung des Vereidigungsaktes sehr wichtig ist, daran ließ er bereits mit seiner eindringlichen Rede, die er gezielt an die Soldaten richtete, keinen Zweifel. So sei es nicht selbstverständlich, sich für die freiheitlich demokratische Grundordnung einsetzen zu wollen, unter dem Einsatz von Gesundheit und Leben, sagte er. „Sich für andere einzusetzen, über das allgemein übliche Maß hinaus, ist für Teile unserer Gesellschaft nicht mehr nachvollziehbar.“ Gleichzeitig würden die hier anwesenden Soldaten im Sinne ihres Diensteides eine weit reichende Verantwortung gegenüber ihnen unterstellten Soldatinnen und Soldaten übernehmen, ergänzte Pietzsch. „Sie müssen Vorbild sein und Führen durch Beispiel!“ Dass dies nicht bedeute, das „Fähnchen stets im Wind zu drehen“, legte der Bataillonskommandeur weiter dar. Vielmehr bedeute dies, aufrecht und wahrhaft für eigene Überzeugungen einzutreten, so Pietzsch, denn ein militärischer Führer müsse „Ecken und Kanten“ haben, weil „an einem rund gelutschten Kiesel sich keiner festhalten kann“.

Für Pietzsch selbst sollte es umso mehr ein besonderer Tag werden, da er nun – nach elf Durchführungen – seine letzte Vereidigung zu absolvieren hatte, wie er den anwesenden Gästen und Zuschauern verriet. Auch heute sei er dankbar für das große Engagement der gastgebenden Gemeinden, die ihm in all den Jahren gute Rahmenbedingungen für diese wichtigen Zeremonien geliefert haben. Als der Oberstleutnant schließlich verriet, sich zu seinem Abschied den Bozener Bergsteigermarsch ausgesucht zu haben, sollte dies kurz für Belustigung sorgen. Denn so konsequent er als Bataillonskommandeur seinen Soldaten ein Beispiel als Führer sein sollte, so konsequent hatte sich Pietzsch zu jedem Vereidigungsappell genau diesen Marsch ausgesucht.

Noch einmal den Zusammenhalt unter den Soldaten stellte Jäger Sophia Brennauer, Soldatin des 3. Zuges des FA/UA Bat. 3, in den Mittelpunkt ihrer Rede. So werde jeder, der diesen Weg beschreite, durch die Hilfe der Kameraden zum Kameraden des anderen. „Meilenstein Kameradschaft“, nannte Brennauer das. Weiter erklärte sie im Namen aller, gute Ausbilder werden zu wollen. „Sie können danach auf Ihre Arbeit stolz sein“, sagte sie, und erinnerte noch einmal an ihre eigene Begeisterung für einen Beruf, der verbinde. „Nur zusammen können wir unser Ziel erreichen“, erklärte Sophia Brenn­auer, ganz nach dem Motto „Einer für alle, alle für einen!“.

Zu den Klängen der Deutschland-Hymne wurde anschließend der Eid für die angetretenen Soldatinnen und Soldaten der 1. Kompanie gesprochen; per Handschlag symbolisch bekräftigt durch Landrätin Andrea Jochner-Weiß, dem Kommandeur der Unteroffiziersschule des Heeres Oberst Axel Hermeling und Bürgermeister Xaver Fichtl. Ab diesem Zeitpunkt durften dann auch die Angehörigen der Soldaten den Festplatz erobern. 

Regine Pätz

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