Auf Festspiel folgt Theaterrevue

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Geprobt wird die Szene „Der Becher ist vergiftet“. Von links die Darsteller Eva Kriwan, Peter Echter als König), Valerie Kienle, Alexander Nierer, Markus Kriwan (hinten), Michael Boos und rechts Dominik Nierer (Regie).

Schongau – Es wird eine Mischung aus Sketchen, Musikstücken querbeet und Tanz; dazu gibt’s eine Rahmenhandlung: So können sich Interessierte die Revue mit dem Titel „Stationen eines Lebens“ vorstellen, mit denen sich der Theaterverein Treibhaus in die Literaturtage der Volkshochschulen im März einbringt. Die Proben im neu angemieteten Raum in Schongau-West sind voll im Gange. Aufführungen sind am Freitag, 24. März, und Samstag, 25. März, jeweils um 20 Uhr im Ballenhaus.

Die Rahmenhandlung zur Revue „Stationen eines Lebens“ hat Dominik Nierer geschrieben. Die Revue läuft durch wie ein Theaterstück – mit einer Pause. 15 Akteure und eine Band mit Klavier, Gitarre, Kontrabass und Schlagzeug sind eingebunden. Somit werden Darstellungsformen wie Lyrik, Schauspiel und Musik bedient.

Samstagmittag in Schongau-West. Im Vereinsheim an der Pöllandtstraße 32 herrscht emsiges Treiben. Wo früher ein Frisörsalon und zuletzt ein Café war, haben jetzt die Treibhaus-Theaterer ihr Domizil. Es wurde im Herbst 2016 angemietet. Für die Treibhaus-Aktiven bedeutet es einen großen Schritt nach vorn, dass man die Proben und auch so manches gesellige Treffen in einem eigenen Raum halten kann. Auch die Requisiten werden dort aufbewahrt. „Das pusht unser Vereinsleben“, hat Dominik Nierer ausgemacht.

Nach dem „kräftezehrenden“ Festspiel Henkerstochter, die 2016 auf der Schongauer Freilichtbühne mit 5000 Zuschauern zu einem überwältigenden Erfolg wurde, wolle man heuer „nix Großes“, bekundet Nierer. Der 27-Jährige hat die Rahmenhandlung geschrieben und führt bei den „Stationen eines Lebens“ auch Regie.

Vom großen Freilichtspiel zur kleinen Revue – das sei eine gewaltige Umstellung, bekennen der Regisseur und Michael Boos, der Vereinsvorsitzende bei Treibhaus. Aber das Ensemble profitiere von den Erfahrungen, die alle Akteure vergangenes Jahr gewonnen haben. „Wir haben in der gesamten Organisation dazugelernt“, sagt Nierer. Es gehe nun alles zackiger. Außerdem seien mit dem Festspiel einige Neue zum Theaterverein gekommen.

Die Proben für die Revue „Stationen eines Lebens“ laufen seit Anfang Januar wöchentlich. Inhaltlich geht es um einen Mann, der mit seiner Frischvermählten einer verheißungsvollen Zukunft entgegen sieht. Bis der Tod seines Vaters Gefühle an die Oberfläche bringt, die er längst vergessen glaubte. Das Durchstöbern des Nachlasses gerät zu einer Reise in die eigene Vergangenheit. Am Ende sieht Tom seinen Vater mit anderen Augen.

So manches aus der Literatur- und Filmgeschichte ist in der Revue verarbeitet. Das beginnt bei Schillers Liebesbriefen und reicht – in Anlehnung an Charlie Chaplin – bis zur Rede des Diktators an die Menschheit. Diese Szene, in der die ganze Gruppe auf der Bühne steht, sei „der emotionale Höhepunkt“ der Theaterrevue, kündigt Dominik Nierer an.

Von emotionaler Tiefe über leichte Unterhaltung bis zu Wortwitzen ist für Zuschauer jeden Alters was dabei. Wort-und Satzspiele gibt’s vor allem im Sketch vor der Pause reichlich. Alexander Nierer (22), der jüngere Bruder des Regisseurs, hat dabei in der Szene „Der Becher ist vergiftet“ die schwierige Rolle. Wortwitz kann sterbenslustig sein, will aber auch gelernt sein.

jj

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