Schoko, Honig, Perle und Saphir

Schockerberg 2020 kann kommen

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Der Schockerbock rinnt ins Krügerl. Die Rezeptur kennt Braumeister Markus Langer (grüne Jacke).

Schongau – Große Ereignisse werfen ja ihre Schatten voraus. In diesem Fall ist der Schatten cremig-weiß, mit schokoladigen Noten und dezenter honig­artiger Süße. Dieses Gebräu wird am diesjährigen CSU-Schockerberg aus dem Zapfhahn rinnen. Bei der Bierprobe konnten sich die Mitglieder schon ein Bild davon machen, wie der dunkle Bock in relativ kurzer Zeit Zungen lockert und auf Gemüter wirkt.

Kaum vom Braumeister Markus Langer auf die lange Holzbank gestellt, bildete sich eine Traube an durstigen Neugierigen um das kleine Zehn-Liter-Fass . Doch der Braumeister lässt sich Zeit.

„Wer wird das Fass anzapfen?“, ist die Frage, die sich stellt. Im vergangenen Jahr war es Kornelia Funke. Doch neben dem Ortsvorsitzenden Oliver Kellermann experimentiert schon Hans Rehbehn mit dem Zapfhahn. Der Bürgermeisterkandidat der CSU soll den Hahn in das Fass treiben.

Punkt 19 Uhr: Rehbehn übernimmt das Amt des Schankkellners. Als ob er nie was anderes gemacht hätte. Halbes Krügerl voll Bock, obenauf den cremigen Schaum. Die Krüge werden nach hinten gereicht.

Zwei, die es nicht erwarten können: Helmut Schmidbauer und Peter Blüml. Aus ihrer Richtung ist schon ein genussvolles „ahhh“ zu vernehmen, bevor der Braumeister die Rezeptur verraten hat. Natürlich nur in wenigen Schlagworten, denn das genaue Rezept gibt er nicht preis. Markus Langer spricht von einem schönen, feinporigen Schaum, von sieben Prozent Alkohol und knapp 18 Prozent Stammwürze. Hängt noch die Bezeichnungen Hallertauer Perle und Hallertauer Saphir hinten dran. Das reicht. Der anschwellende Geräuschpegel übertönt ihn in kurzer Zeit.

Dass der Schockerbock Ende November angesetzt wurde, bekommt nur noch Michael Eberle mit. Er hat hartnäckig danach gefragt. Fast wie in seinen Gerichtsverhandlungen. Hält dabei das Krügerl gegen das Licht und begeistert sich an der Farbe von Bock und Schaum. Gemerkt hat er sich so einiges: „Die neuen Braukessel der Holzhauser Brauerei verzichten ganz auf mechanisches Rühren des Biers“, berichtet er. Nur über Schwerkraft und Druck erfolge die Bewegung. „Eine sanfte Bierherstellung“, so Langer.

Kornelia Funke drückt sich sehr kurz aus. „Süffig“, ihr Urteil. Und das „läuft runter wie Öl“ kommt von Hans Rehbehn. Helmut Schmidbauer wird zum Dichter: „Was Hosen trägt und auch den Rock, genieße diesen Schockerbock.“ Und Oliver Kellermann? Der muss schon auf Wolken schweben. „Sehr süffig, wohlriechend, hopfig und malzig – als wenn Engel die Himmelstüre aufsperren“, findet er.

Paul Huber ist allerbester Laune. Seine Schockerböcke hat er nicht mitgezählt. „Muss aber meiner Frau widersprechen, die immer behauptet, ich vertrage nicht viel.“ Dann kann der Schockerberg ja kommen.

Diesmal ohne Singspiel

Dieser findet am Freitag, 6. März, und am Samstag, 7. März, jeweils ab 19 Uhr sowie am Sonntag, 8. März, ab 16 Uhr statt. Ein Singspiel wird es allerdings nicht geben.

Elternfreuden, Prüfungen fürs Staatsexamen und die zeitliche Belastung machen es dem bereits über einige Schockerberge bestens eingespielten Singspielteam in diesem Jahr nicht möglich, bedauert Eberle. „Die Hauptlast ruhte in den vergangenen Jahren auf den Schultern von Luitpold Braun, der die Proben vorbereitete, als Regisseur bei allen Probeszenen teilweise sechs Stunden je Probe anwesend sein musste, die Musik schnitt und sich an Dichtung und Kulissen maßgeblich beteiligte.“ Auch er konnte dies aus zeitlichen Gründen in diesem Jahr nicht stemmen. „Wir sind sicher, dass es im nächsten Jahr wieder ein Singspiel geben wird.“

Trotzdem erwarte die Gäste ein umfangreiches Programm: Bruder Okulus wird in seiner Fastenpredigt die Sünden der großen und kleinen Politik aufs Korn nehmen, danach gibt Marianne Porsche-Rohrer die Schongauer Nachtwächterin.

Manfred Haslinger macht sich als Stadtratskandidaten-Rentner so seine Gedanken, anschließend kommen die Aussteiger als Einsteiger: Hier wird sich Markus Wühr zusammen mit einem Stadtrat aus einer anderen Fraktion, der aber noch geheim gehalten werden soll, dem Bahnhof widmen.

Mit den „Dons der Roten Nacht“ geht es in die Tiefen der Schongauer Unterwelt. Zur Erholung entführt Luigi aus Alto Adige in seine schöne Südtiroler Heimat, bevor die Hohenfurcher Feuerwehrkapelle der CSU, den Schongauern und der Politik den Marsch bläst. 

Kartenvorverkauf

Der Kartenvorverkauf läuft unter Tel. 08861/3614 und per Mail an steffek-schongau@t-online.de über Ingrid Steffek, die Kartenabholung und der Restkartenverkauf finden am Samstag, 15. Februar, im Fraktionsbüro oberhalb der Bücherei am Münztor statt.

hh/kb

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