»Missstände beheben«: 

Verlängerung für Schongaus Sanierungsgebiete

Lindenplatz Sanierungsgebiet Schongau
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Die Gestaltung des Lindenplatzes sieht Stadtbaumeister Sebastian Dietrich als nicht mehr zeitgemäß. Der Stadtrat beschloss, die Sanierungssatzung für die Sanierungsgebiete „Frauentor mit Verkehrsachse Münzstraße-Marienplatz-Lindenplatz“ und „Altstadt“ zu verlängern.
  • VonRasso Schorer
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Schongau – Ob die zwei Schongauer Sanierungsgebiete I und II – nämlich „Frauentor mit Verkehrsachse Münzstraße-Marienplatz-Lindenplatz“ und „Altstadt“ – eben solche bleiben, dazu hatte am Dienstag der Stadtrat abzustimmen. Dass sich einiges tue, die Maßnahmenliste aber auch noch lang sei, verdeutlichte Stadtbaumeister Sebastian Dietrich.

Sanierungsgebiete sind feste Areale, in denen für Sanierungen Förderungen möglich sind. „Missstände sollen dort behoben werden“, erklärte Dietrich. Damit die Maßnahmen zügig vonstatten gehen und die Belastungen in diesen Bereichen im Rahmen bleiben, können Sanierungsgebiete nicht unbegrenzt als solche definiert werden, die Satzungen laufen aus. In Schongau wäre es für die beiden Gebiete I und II zum 31. Dezember so weit. Die Entscheidung nun also: Satzung verlängern oder aufheben. Die Gründe für eine Verlängerung und für deren Dauer wären dann durch die Stadt darzulegen.

Zu tun gebe es noch einiges, begründete der Stadtbaumeister, der eine Verlängerung um fünf Jahre vorschlug. „Die Sanierungsziele wurden noch nicht erreicht“, fasste er zusammen, um Beispiele nachzuschieben: unsanierte Bausubstanz, unzeitgemäße Gebäudeausstattungen, Fassadengestaltung und Leerstände in der Altstadt. „Die Missstände auf den Verkehrsachsen Münz- und Weinstraße sind evident“, dem Lindenplatz fehle eine zeitgemäße Gestaltung.

Fünf Jahre seien da ein realistischer Zeitraum, um Verbesserungen zu erzielen. „Sportlich“, fand Ilona Böse (SPD), die wissen wollte, ob die Satzung bei Bedarf nochmals und über 2026 hinaus verlängert werden könnte. „Einmal ginge das noch“, erklärte Dietrich. Danach könnten dieselben Bereiche aber als Teil neuer Sanierungsgebiete festgelegt werden.

„Dass wir zustimmen, steht außer Frage“, erklärte Kornelia Funke für die CSU. Am Ende fiel die Entscheidung für eine Verlängerung der Laufzeit beider Sanierungssatzungen einstimmig.

Dass es, wenngleich noch viele Maßnahmen ausstehen, durchaus vorangehe, hatte Dietrich zuvor erläutert: „Derzeit sind vier Privatmaßnahmen beantragt oder in Durchführung, davon zwei am Marienplatz.“ Ferner seien zwei weitere Sanierungsgebiete in Arbeit: das „Sanierungsgebiet Schongau Lech­umlauf“ und perspektivischer das „Sanierungsgebiet Schongau-West“.

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